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Borussia beschmutzt weiße Heim-Weste

DORTMUND Die Suche nach Ausreden wäre an diesem Tag leicht gewesen. Personalsorgen auf Außen und am Kreis. Ein Gegner, der am oberen Limit spielte. Ein Referee-Duo, das zumindest nach der Pause nahezu jede strittige Szene gegen Borussia Dortmund pfiff. Doch all das zählte nicht nach dem enttäuschenden 30:30 des BVB gegen den Tabellenvorletzten TuS Lintfort.

von Von Thomas Rellmann

, 24.02.2008

„Wir dürfen gar nicht erst versuchen, uns Entschuldigungen zu suchen“, hatte Trainer Thomas Happe richtig erkannt. „Es war alles fahrig, die Abwehr war durchlässig, das war nicht akzeptabel.“ Zur Pause hatten die Gastgeber noch 16:13 geführt und kassierten zu dem Zeitpunkt noch mildernde Umstände wegen der beschriebenen Probleme. Dass es ernsthaft noch eng werden würde, hätte dennoch niemand gedacht. Es war der erste Punktverlust in eigener Halle. Der dünne Zuschauerzuspruch zeigt, dass nur wenige Spannung erwartet hatten.

Schlendrian

Dortmund begann ohne Kim Abdoelhafiezkhan (Grippe), aber mit einem Vierer-Rückraum, aus dem Manuela Fiedel, Irina Pusic oder Zuzana Porvaznikova immer wieder an den Kreis vorstießen – von Erfolg war diese Maßnahme selten geprägt. Merkwürdig: Immer wenn Borussia mit einigen Toren vorgelegt hatte, schaltete das Team zwei Gänge zurück und ließ den Abstiegskandidaten wieder heran kommen (von 3:1 auf 3:3, von 8:4 auf 8:8, später von 21:15 auf 22:21 und kurz darauf 26:26). Eine Frage der Einstellung? Bestimmt.

Schlagabtausch

Die 3:2:1-Formation der Schwarzgelben bekam Lintforts Angriff nie unter Kontrolle, obwohl dem die klassischen Rückraum-Shooter fehlten. Als elf Minuten vor Schluss Steffi Glathe und die mittlerweile doch noch eingewechselte Abdoelhafiezkhan, deren Landsfrau Miranda Robben komplett ausgefallen war, Zeitstrafen abbrummten, schien das das endgültige Signal für den TuS. Die Schlussphase bot einen offenen Schlagabtausch. Und letztlich musste der Aufstiegsfavorit sogar froh sein, dass Fiedel 100 Sekunden vor Schluss das 30:30 gelang. Abdoelhafiezkhan analysierte treffend: „Es war wieder total peinlich.“ 

BVB: Tienstra - Pusic (5), Porvaznikova (8), Spriestersbach (8), Abdoelhafiezkhan (2/1), Barz (1), Lütz (2), Glathe (1), Köhler, Fiedel (3/1)