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Die "Mutter" der Kompanie

DORTMUND Egal, wen man in der Handball-Abteilung des BVB fragt. Von Jokelyn Tienstra schwärmen alle. Nicht nur, weil sie eine fraglos erstklassige Torhüterin ist. Nein, ihr fällt noch eine weitere Aufgabe zu. Sie ist so etwas wie die „Mutter“ der holländischen Kompanie im Team.

09.02.2008
Die "Mutter" der Kompanie

JokelynTienstra ist in Top-Form.

Ohne sie wären etwa Kim Abdoelhafiezkhan und Miranda Robben vor der Saison wohl nie in Dortmund gelandet. „Sie hat uns auch bei der Sichtung geholfen“, erklärte damals Coach Thomas Happe.

Doch am liebsten lenkt die 37-Jährige den Blick aufs Sportliche. Und auch dort ist die Torfrau über jeden Zweifel erhaben. Am Samstag gegen Halle-Neustadt hatte „Joky“ wieder einen Sahnetag im Angebot. Gerade vor der Pause bewahrte sie mit unzähligen Paraden ihre Mannschaft vor einem Rückstand. Mal bekam sie Hände oder Füße noch blitzschnell an die Kugel, mal stand sie einfach nur geschickt und verkürzte den Winkel. „Das war sicher ein gutes Spiel, aber ich kann mich auch dadurch in Szene setzen, dass unsere Deckung so funktioniert“, gab Tienstra Komplimente gleich weiter ans Team. Nur beim Siebenmeter ist sie ganz auf sich allein angewiesen – und bringt auch hier die Gegner zur Verzweiflung.

Mit Blick aufs Etappenziel Meisterschaft in der Nordstaffel ist die Niederländerin allerdings noch vorsichtig: „Der Sieg gegen Halle war sicher ein wichtiger Schritt. Aber es kommen noch harte Brocken, zum Beispiel Harrislee oder das Auswärtsspiel in Berlin.“

Auch ihre Landsfrau Irina Pusic warnt vor voreiligem Jubel: „Noch ist ja nichts entschieden. Aber wir kriegen das hin.“ Optimismus pur bei der Rückraumspielerin, die die zweite Halbzeit von der Bank aus betrachtete. Leichte muskuläre Probleme waren der Grund. „Nichts Dramatisches“, beruhigt die Rechtshänderin. Sie und Tienstra, das routinierte Oranje-Duo, sollen in den Play-Offs schließlich eine wichtige Rolle spielen.