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Die günstige Lösung

DORTMUND Die Botschaft ist klar: Die Handball-Abteilung des BVB besitzt nicht den finanziellen Spielraum, um sich einen teuren Klassetrainer und parallel eine teure Klassemannschaft zu leisten.

01.02.2008

Also macht sich die Vorstandsmannschaft um Andreas Heiermann und Sportkoordinator Jochen Busch so ihre Gedanken. Und kommt zu dem Schluss: Lieber einen kostengünstigen Klassetrainer ohne die Meriten des aktuellen Coaches Thomas Happe und zusätzlich eine Mannschaft auf höchstem Niveau.

Heiermann ist bemüht, das Image von Happe nicht anzukratzen: „Was passiert, hat rein wirtschaftliche Gründe. Die Lösung mit Thomas Happe wäre nur die zweitbeste.“ Eine deutliche Ansage. Die Richtung, in die es geht, scheint klar. „Was nützt mir ein Trainer ohne Spielerinnen?“

Allerdings hat der Verein mit seinem Übungsleiter Nr. 1 noch keine Einigung erzielt, wie genau eine Trennung vollzogen werden kann. Ein Gespräch in der kommenden Woche soll Klarheit bringen. Und möglicherweise schon den Weg für den Nachfolger ebnen.

Großes Aufgabenfeld

Der, daraus macht Heiermann keinen Hehl, soll Dieter Trippen heißen (RN berichteten): „Ja, wenn wir uns mit Thomas Happe einig werden, favorisieren wir ihn.“ Trippen, noch Coach bei Erstliga-Schlusslicht TV Beyeröhde, soll ein erweitertes Aufgabenfeld erhalten. „Ob A-Jugend, B-Jugend oder 2. Mannschaft, er soll überall dabei sein und scouten.“ Künftig will Borussia die Spielerinnen fast ausschließlich aus der Region rekrutieren.

Eine sofortige Trennung schlossen beide Seiten am Freitag beim Pressegespräch übrigens kategorisch aus. Heiermann, der Wert auf eine frühzeitige Saisonplanung legt: „Wir werden alles dafür tun, dass Thomas die Saison erfolgreich beenden kann.“ Gemeint ist nichts anderes als der direkte Wiederaufstieg.

Happe selbst wollte sich zur Vertragssituation mit Verweis auf das bestehende Arbeitsverhältnis nicht äußern, auch die Vorstandsspitze gab keine Auskunft über die Dauer des bestehenden Kontraktes. Hier liegt offensichtlich der springende Punkt in der Trainerdiskussion. Ende offen.

Signale der Mannschaft

Um bis dahin nicht mit leeren Händen dazustehen, hat Heiermann die Gespräche mit weiten Teilen des aktuellen Kaders aufgenommen. „Im vergangenen Mai standen wir ohne Mannschaft dar, das soll uns nicht nochmal passieren. Wir wollen das gesamte Team behalten.“ Die Signale aus Reihen des Zweitliga-Spitzenreiters seien durchweg positiv. Heiermann: „Bis auf vier Spielerinnen habe ich alle durch. Und die anderen wollen bleiben.“ Zumindest dieser Prozess soll geräuschlos ablaufen.