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Hannemann geht stets voran

DORTMUND Es war so etwas wie der perfekte Tag, so stellt man sich die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte vor. Ex-Borussin Daniela Hannemann machte ein Riesenspiel für den Gast vom Niederrhein, lenkte die Konzeptionen im Aufbau geschickt, ging selbst oft Eins-gegen-Eins, verwandelte im Gegensatz zu ihren Kolleginnen auch Siebenmeter und verzeichnete in der Rückwärtsbewegung wichtige Ballgewinne. Eine glatte Eins.

von Von Thomas Rellmann

, 24.02.2008
Hannemann geht stets voran

Daniela Hannemann (l.) versucht hier, Friederike Lütz zu stoppen.

Von 1999 bis 2004 hatte die 28-Jährige für den BVB gespielt. Vor zwei Monaten kam sie von der HG Remscheid nach Lintfort – und soll im Abstiegskampf so etwas wie die Lebensversicherung darstellen. Zudem hatte Borussias linke Deckungshälfte große Probleme mit Linkshänderin Fabiane Voß, die vom TuS Weibern ausgeliehen ist. „Es gab so viele Löcher, wir haben die Gegner einfach durchgehen lassen“, meinte Svenja Spriestersbach, neben Zuzana Porvaznikova mit acht Toren beste BVB-Schützin, und wirkte ziemlich ratlos.

Erste Krise

Keine Frage, es ist die erste Krise dieser Spielzeit, die der Tabellenführer aktuell durchmacht. Die Auswärtspartien in Travemünde und Wismar waren größtenteils blamabel, der Heimsieg gegen dezimierte Gäste aus Halle-Neustadt war immerhin fürs Klassement wichtig. Am Samstag folgte der Tiefpunkt – vor allem, weil offenkundig Biss und Leidenschaft im Abwehrverhalten fehlten. „Lintfort hat alles aus seinen Möglichkeiten gemacht, wir nichts“, sagte Coach Happe. „Das ist in meinen Augen auch eine Frage des Einsatzes.“ Berechtigte Kritik. Bleibt die Frage, wo derlei Nachlässigkeiten begründet sind. Es bleiben sieben Partien bis zum Start der Play-Offs Anfang Mai. Bis dahin muss das Team Form und Einstellung wieder finden. Und dabei möglichst die Tabellenführung behaupten. Noch bleibt ein Zähler Vorsprung und ein Spiel weniger als Garßen-Celle. Noch...