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Heiermann nimmt die Mannschaft in die Pflicht

DORTMUND Verloren ist noch längst nichts. Aber gewonnen erst recht noch kein Blumentopf. Borussia Dortmunds Handball-Frauen machen derzeit nicht den Eindruck, als sei der zur absoluten Pflicht erklärte direkte Wiederaufstieg in die 1. Liga problemlos zu bewältigen. Geplant war jedenfalls alles ganz anders. Nach den internen Querelen rund um die Nebengeräusche der Trennung von Trainer Thomas Happe zum Saisonende hatten sich alle ein enges Zusammenrücken auf sämtlichen Ebenen gewünscht.

von Von Thomas Rellmann

, 26.02.2008

Es scheint nicht zu funktionieren. Wer welche Fehler gemacht hat und welche Fehler was ausgelöst haben, lässt sich kaum noch eindeutig rekonstruieren. Und Schuldzuweisungen sind aktuell auch das letzte Mittel, das helfen könnte.

Das peinliche 30:30 gegen den Abstiegskandidaten TuS Lintfort könnte am Saisonende als Knackpunkt gelten. Entweder als Warnschuss zur rechten Zeit. Oder aber als Knick, der die Talfahrt einläutete. Und Andreas Heiermann, 2. Vorsitzender der Handballer, nimmt vor allem die Mannschaft in die Pflicht.

„Keine Alibis“

„Es gibt keine Alibis mehr, keine Diskussionen um Trainer oder Unruhen im Umfeld. Jetzt müssen die, die auf dem Feld stehen, beweisen, dass sie Borussia Dortmund sind.“

Und ausgerechnet nun steht eine Partie an, die als Saisonhighlight deklariert wurde. Das Gastspiel des Deutschen Meisters, Tabellenführers der 1. Liga und Champions-League-Teilnehmers 1.FC Nürnberg. Gemeinhin heißt es vor derart ungleichen Vergleichen: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Diese komfortable Position hat der BVB in den vergangenen Wochen aber verspielt. Spielführerin Manuela Fiedel sagt: „Da müssen wir ganz anders auftreten, sonst gibt das ein böses Erwachen.“

Trotzreaktion

Garantiert. Beim letzten Gastspiel der Franken in Wellinghofen vor fast exakt einem Jahr kassierte Dortmund eine desaströse 18:38-Klatsche. Mit einer Darbietung wie gegen Lintfort droht am Mittwoch (19.30 Uhr) ein ähnliches Resultat. Heiermann hofft auf eine Trotzreaktion: „Ich weiß, dass Thomas Happe sich hier mit dem Aufstieg verabschieden möchte und wir haben volles Vertrauen. Niemand redet ihm rein.“ Alles andere wäre ein fatales Zeichen.