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DORTMUND Borussia und die Ostseeküste – eine Liebesbeziehung wird das in dieser Saison nicht mehr. Zum zweiten Male binnen 14 Tagen musste das Team von Thomas Happe dort antreten. Und geriet zum zweiten Mal ins Schwimmen.

17.02.2008
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Ein glänzendes Comeback: Kim Abdoelhafiezkhan.

Kleiner, aber feiner Unterschied. Aus Travemünde (20:24) reisten die Schwarzgelben mit leeren Händen heim. In Wismar reichte es zum knappen 26:25-Sieg. Zwei Punkte, Mund abwischen, abhaken? Happe jedenfalls sparte sich diesmal die Kritik an seiner Truppe. Grund: Im Tor des Abstiegskandidaten stand eine Marina Bratenkova, die den Gästen vor allem vor der Pause den Nerv raubte.

„Phasenweise“, so der Coach, „war das unübertrieben Weltklasse.“ 17 frei vergebene Würfe hatte der 49-Jährige während der 60 Minuten gezählt, darunter sieben Pfostentreffer, von denen fünf im direkten Gegenstoß zu einem Wismarer Tor führten. Nach 20 Zeigerumdrehungen lagen die Dortmunder mit 5:13 im Hintertreffen – ein blamables Resultat für den Spitzenreiter und Aufstiegsfavoriten.

Kein Tor über Außen

Besonders auffällig: Die Borussen erzielten nicht ein Tor über die Außen. Miranda Robben und Steffi Glathe blieben wirkungslos oder scheiterten am Aluminium bzw. Bratenkova. „Sie war überragend. Irgendwann verzweifelt die Schützin“, so Happe. Immerhin: Bis zum Seitenwechsel kam der BVB auf 11:15 heran, hielt sich alles offen. Und eine sehr konzentrierte Defensivleistung nach der Pause ermöglichte nach einem 14:20- (37.) und 17:22-Rückstand (43.) doch noch den Ausgleich.

Speziell Zuzana Porvaznikova, die vier Mal in Serie traf, war es zu verdanken, dass es kurz vor Schluss 24:24 stand und sich der Tabellenführer sogar auf 26:24 absetzen konnte (59.). Der Ligaprimus bewies erneut, dass er physisch eine Macht in dieser Liga ist. „Das haben die Mädels klasse gemacht“, lobte der Trainer. „Wismar war diesmal wie entfesselt, mit dem Hinspiel gar nicht zu vergleichen.“

Ende gut, alles gut. Weil der SV Garßen-Celle in Harrislee nur 28:28 spielte, baute der BVB seinen Vorsprung an der Tabellenspitze sogar aus.

Die Erkenntnis des Abends war aber eine andere. Happe: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir gerade auswärts noch längst nicht alles gewonnen haben. Nachlassen ist nicht erlaubt.“ Ein erneuter Warnschuss also, dieser Zittersieg. Ob er diesmal zur rechten Zeit gekommen ist...  BVB: Tienstra, Titze – Pusic (3), Porvaznikova (7/1), Spriestersbach (7), Abdoelhafiezkhan (7/4), Robben, Glathe, Barz, Fiedel (2)