Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Spriestersbach will sich nicht beeindrucken lassen

DORTMUND Turbulente Tage liegen hinter Borussias Handball-Frauen. Erst die 20:24-Niederlage in Travemünde, der sportliche Tiefpunkt einer ansonsten nahezu einwandfreien Saison. Dann die Gewissheit, dass Trainer Thomas Happe in der kommenden Saison wohl nicht mehr an der Bande stehen wird.

von Von Thomas Rellmann

, 08.02.2008
Spriestersbach will sich nicht beeindrucken lassen

Svenja Spriestersbach (r.) war beste BVB-Schützin der Normalsaison (122 Treffer).

Ausgerechnet jetzt liegt das zweite Duell gegen einen direkten Verfolger in diesem Jahr an. Im Januar hielt sich der BVB den SVG Celle mit einem klaren 29:20 vom Leib. Mittlerweile ist der SV Union Halle-Neustadt der hartnäckigste Rivale. Am Samstag (19 Uhr) taucht das Team aus Sachsen-Anhalt in Wellinghofen zum Top-Duell auf.

„Für uns ist das die doppelte Chance, etwas gutzumachen“, merkt Svenja Spriestersbach an und denkt auch ans Hinspiel, als Dortmund 28:29 verlor. An die Pleite in Travemünde mag die 26-Jährige nur noch wenige Gedanken verschwenden. „Wir haben es gemeinsam analysiert und unter ‚schlechter Tag‘ abgebucht. Es war wie verhext, wir haben die einfach gewinnen lassen. Vielleicht eine Kopfsache.“

Keine Ausrede

Die zu diesem Zeitpunkt unsichere Trainersituation will die Rückraumschützin nicht gelten lassen: „Das wäre zu einfach.“ Spriestersbach möchte trotzdem nicht verhehlen, dass die bevorstehende Trennung von Happe am Saisonende auch Thema innerhalb der Mannschaft ist. „Klar haben wir den Trouble mitbekommen und uns Gedanken dazu gemacht. Aber andererseits sind wir Profis und müssen so etwas ausblenden.“ Die Rechtshänderin, eine der Führungsfiguren im Team, sagt auch: „Für keinen in der Mannschaft hat sich irgendetwas an Thomas Happes Autorität geändert. Wir stehen alle hinter ihm, weil wir ihn auch menschlich gut leiden können.“

Zusammen wollen alle Seiten nun zumindest den Aufstieg bewerkstelligen. „Das ziehen wir durch“, verspricht Spriestersbach. Ein Sieg gegen Halle-Neustadt würde immerhin Platz eins in der Nordstaffel schon mal zementieren. Was danach passiert, lässt die Nationalspielerin offen. „Die Trainerfrage spielt natürlich eine große Rolle. Damit steht und fällt die Mannschaft.“