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Verfolger kommt zum Topduell

DORTMUND Am fünften Spieltag, beim 32:22-Heimsieg gegen die TSG Wismar, trug Friederike Lütz letztmals das schwarzgelbe Trikot. Danach setzte sie ein Ermüdungsbruch im Mittelfuß außer Gefecht.

von Von Thomas Rellmann

, 08.02.2008

Am Samstag soll die Leidenszeit der 19-Jährigen ein Ende finden. Seit dieser Woche ist die Linkshänderin wieder im Training. „Sie könnte zu einem Kurzeinsatz kommen“, sagt BVB-Trainer Thomas Happe. „Das wird der Spielverlauf bestimmen.“

Lütz‘ Rückkehr würde dem Coach einige Variationsmöglichkeiten eröffnen. So könnte etwa Miranda Robben wieder häufiger auf ihrer angestammten Linksaußenposition wirbeln. Im Hinblick auf die Play-Offs würde diese Alternative eine große Bedeutung gewinnen. Die Sorge, dass im Spitzenspiel gegen den direkten Verfolger SV Union Halle-Neustadt (19 Uhr) Zuzana Porvaznikova ausfallen würde, hat sich derweil verflüchtigt. Die Slowakin war in der Woche umgeknickt. „Ich gehe davon aus, dass sie spielt“, so Happe.

Glanzaufgebot

Somit hat er in einem der wichtigsten Saisonspiele sein Glanzaufgebot beisammen. Und das benötigt der 49-Jährige auch. Schließlich steht die Truppe von Trainer Heine Jensen an zweiter Stelle (24:6 Punkte), fügte dem BVB die erste und lange einzige Saisonniederlage (28:29) zu und besitzt einen glänzend bestückten Kader.

In dem stehen mit den Talenten Vibeke Maeland, Maike Daniels und Frances Günthel drei Spielerinnen mit Erstliga-Erfahrung. In diesem Punkt profitiert der SV Union von der Kooperation mit Erstliga-Spitzenreiter HC Leipzig, den Jensen übrigens im Sommer übernehmen wird. Das Trio ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Hinzu kommen ausgezeichnete Individualisten wie Annekathrin Hartmann (rechter Rückraum) oder Kreisläuferin Maria Olbrich.

Druck ist gewachsen

Um dieses Team in den Griff zu bekommen, erachtet es Happe weniger für wichtig, ob er im 6:0, 5:1 oder 3:2:1 decken lässt. „Wichtiger sind Aggressivität und Bewegung in der Defensive.“ Happe, der den heutigen Gast stärker als den SVG Celle einschätzt, weiß: „Es wird eine sehr enge Entscheidung. Aber wir wollen und werden uns durchsetzen.“ Keine Frage, ein gewisser Druck ist da. Den hätte der Spitzenreiter mit einem Sieg in Travemünde sicher kleiner halten können.