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1:0 im Gruselkick

DORTMUND Wäre der BVB ein Spitzenteam, könnte man getrost sagen: "Wer oben steht, gewinnt auch die schlechten Spiele." Ist er aber nicht. Durchschnitt in dieser Liga. Mehr nicht. Das bewiesen die Schwarzgelben auch durch das 1:0 (0:0) gegen Kellerkind Hansa Rostock. Ohne Esprit, ohne Ideen schlich sich Dortmund durch die Begegnung. Top-Joker Diego Klimowicz rettete mit seinem Treffer vielen Anhängern dann doch noch irgendwie den Nachmittag.

von Von Thomas Rellmann

, 23.02.2008
1:0 im Gruselkick

Im Spiel von Borussia Dortmund gegen Hansa Rostock versucht Giovanni Federico (l.) den Ball von Enrico Kern zu erobern. Im Hintergrund beobachtet BVB-Kapitän Florian Kringe die Aktion.

Der BVB, den der pünktlich genesene Florian Kringe erstmals als Kapitän aufs Feld führte (später trugen auch noch Alexander Frei und Marc Kruska die Binde), musste ohne Sebastian Kehl auskommen. Der 28-Jährige fehlte mit Magen-Darm-Problemen. Doch Borussia setzte das erste Ausrufezeichen: Frei, der oft auf die Flügel auswich, flankte von links, Mladen Petric nahm die Kugel aus spitzem Winkel volley - knapp vorbei (8.)!     Ansonsten blieben beide Teams erstmal blass, die Gastgeber machten immerhin den entschlosseneren Eindruck. Doch die Überlegenheit im Ballbesitz schlug sich nicht in Zählbarem nieder. Den Schwarzgelben gelang es so gut wie nie, gefährlich in Tornähe zu kommen. Einmal kam Giovanni Federico aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Hansa-Keeper Stefan Wächter war auf der Hut (32.). Doch unter dem Strich war es ein ziemlich trostloser Kick. Borussia nicht mutlos, aber ideenlos. So war selbst gegen biedere Rostocker kein Stich zu machen. Auch weil die Flanken immer unpräziser wurden. Das 0:0 zur Pause spiegelte ziemlich exakt den kaum zumutbaren Spielverlauf wider.Keine Besserung Wer auf Besserung nach dem Seitenwechsel gesetzt hatte, wurde erstmal enttäuscht. Die Elf von Thomas Doll blieb ohne jegliches Konzept und musste sogar durchpusten, als ein Schuss von Enrico Kern über das Tor strich (56.). Doll probierte es mit einer zusätzlichen Portion Offensivpower, brachte Diego Klimowicz für den einmal mehr wirkungslosen Florian Kringe (57.). Kein Wunder: Durchsichtiger als der BVB kann man in der Offensivbewegung kaum agieren. Die Stürmer – lauffreudig, aber ohne Gelegenheiten und meist unglücklich. Giovanni Federico hinter den Spitzen – schlicht nicht präsent.  Aber dann war er doch noch da, der eine lichte Moment: Der Joker vom Dienst, Klimowicz, war in der Mitte hellwach, als der überzeugende Antonio Rukavina die Kugel flach hereingab – 1:0 (67.). Es war das vierte Pflichtspieltor des Argentiniers in diesem Jahr, alle nach Einwechslungen erzielt. Keine schlechte Quote. Ein einziges Mal musste Marc Ziegler im Tor noch eingreifen. Als Christian Rahn einen Freistoß aufs Gehäuse jagte (84.), gefährdet war der Sieg aber nicht mehr. Klimowicz (76.) und Nelson Valdez (88.) hätten das Resultat sogar ausbauen können. Ein 2:0-Sieg wäre aber noch zu hoch gewesen. Gut nur für die Borussen, dass schon Dienstag niemand mehr über das Zustandekommen dieser drei Punkte philosophieren wird. Borussia Dortmund – Hansa Rostock 1:0 (0:0)BVB: Ziegler – Rukavina, Amedick, Kovac, Buckley – Kruska – Kringe (57. Klimowicz), Tinga – Federico (72. Hummels) – Frei (83. Valdez), PetricHansa: Wächter – Lukimya, Sebastian, Orestes, Stein – Yelen (53. Bartels), Rathgeb – Bülow (80. Dorn), Kern, Rahn – ShapourzadehTor: 1:0 Klimowicz (67.)Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg)Zuschauer: 70 700

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