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BVB-Fans setzen hohe Erwartungen in den neuen Trainer

Lucien Favre

Alles auf Null bei Borussia Dortmund! Mit neuem Trainer, vielen Neuzugängen und frischen Strukturen geht der BVB in die Saison 18/19. Wir haben uns bei den Fans umgehört.

Dortmund

, 10.07.2018

Hier noch ein Schriftzug, da noch einige schnelle Zeichen: Kaum nimmt Lucien Favre seine Arbeit auf beim BVB, prägt er Dortmund mit seiner Handschrift. Anfangs noch auf Hunderten von Autogrammen, die der Schweizer am Montag nach der ersten öffentlichen Trainingseinheit schreibt. Bald auch auf dem Rasen. Von der ersten Einheit an zeigt der neue Borussia-Boss, welche Art von Fußball ihm vorschwebt. Eine mit Ball.

Simple Grundformen

Seine neuen Spieler, die Borussen, die ihren Fans und der Vereinsführung in der abgelaufenen Saison Kummer und Sorgen bereitet haben, bekommen gleich den ersten Eindruck davon. Favres Co-Trainer Edin Terzic (35) und Manfred Stefes (51) führen anfangs durch die Übungen. Zuspiel, den Ball prallen lassen, freilaufen - mit diesen simplen Grundformen von gepflegter Spielkultur will Dortmunds neuer Dirigent den Boden bereiten für seine von Ballbesitz und Pässen geprägte Vorstellung von Fußball. Zurück zum Ballspielverein. „Seine Mannschaften haben immer eine klare Struktur, mit einem sehr guten Spielaufbau, und eine sehr gute Balance zwischen Offensive und Defensive“, lobt Sportdirektor Michael Zorc vorweg.

80 Minuten lang rollt die Kugel in Brackel. Hin und her, her und hin. Auch die Spieler müssen flitzen. Es ist ein intensiver Auflauf Nummer eins. Schnell fließt der Schweiß, der kleine Sergio Gomes erzielt das erste Tor. Favre wird immer aktiver, applaudiert auf charmante Weise, wenn er mit der rechten Hand auf die linke darunter klatscht. Er bespricht sich mit seinen Assistenten, erläutert eine unbekannte Spielform in aller Ruhe ein zweites Mal und nimmt die Angst vor Fehlern („Fangt einfach mal an“).

Fehlende Präsenz von Autorität

Er tauscht sich mit der Führungsriege aus, die vollständig angetreten ist und aus nächster Nähe das Geschehen verfolgt: Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc, Sebastian Kehl - sie wollen von Anfang an ganz nah dran sein, nachdem auch die fehlende Präsenz von Autorität zum unbefriedigenden Spieljahr 2017/18 beigetragen hatte. Wie schlimm es um die Themen Disziplin und Professionalität bestellt gewesen sein muss, wird auch jetzt überdeutlich, weil sie von den Bossen zum „Neustart“ (Zorc) permanent angeführt werden.

BVB-Fans setzen hohe Erwartungen in den neuen Trainer

Gehen positiv gestimmt in die neue Saison (v.l.): Sebastian Kehl, Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc. © Groeger


Als Respektsperson kommt auch Favre daher mit seiner Erfahrung von 283 Bundesliga-Spielen für Hertha BSC (94, Punkteschnitt 1,48) und Borussia Mönchengladbach (189/1,65). Die Versessenheit für die Details hat er dabei nie verloren. Marco Reus berichtete, wie Favre ihm bis ins Kleinste die perfekte Haltung des Fußes bei der Ballannahme eingebimst habe, wie er darauf gedrängt habe, dass er die Beinstellung beim Gegner beobachte, bevor er ins Dribbling gehe. Feinheiten - die den Unterschied ausmachen können. Geschäftsführer Watzke, ein großer Befürworter der Verpflichtung Favres, sagt: „Er hat auf seinen vorherigen Stationen immer das Potenzial seiner Mannschaften voll ausgeschöpft.“

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