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„Das war die Mutter aller Siege“

DORTMUND Borussias neuer Fanbeauftragter Jens Volke schwärmt noch heute von diesem Tag im Mai, als der BVB den Erzrivalen aus Schalke mit 2:0 aus allen Meisterschaftsträumen riss.

von Von Thomas Rellmann

, 07.02.2008

Er ist Mitbegründer der Fan-Homepage schwatzgelb.de, war Sprecher der Fan-Vereinigung The Unity und ist seit Anfang des Jahres in offizieller Mission unterwegs: Jens Volke ist gemeinsam mit Sebastian Walleit und Petra Stüker Fanbeauftragter des BVB, als hauptamtlich Beschäftigter der KGaA.

Verändert sich die Fanseele? Volke: Nein, aber die Anspannung ist sehr groß. Man achtet im Stadion mehr auf sich selbst, fühlt sich als Vereinsoffizieller beobachtet.

Wie sehen Ihre Aufgaben genau aus? Volke: Gemeinsam mit Petra Stüker und Sebastian kümmere ich mich um alles, was die Fans betrifft, bearbeite Anfragen, stoße Projekte an. Für so etwas blieb früher leider keine Zeit.

Welche Stimmung überwiegt im Fanlager? Noch Freude über das 2:0 im Mai oder Ärger über das 1:4 im August? Volke: Die Niederlage ist kein Thema mehr. Das 2:0 überwiegt noch immer. Es war eben die Mutter aller Siege – oder aller Niederlagen für die Gegenseite. Die Stimmung ist sehr entspannt.

Würden Sie die Aktion mit dem Banner über der Arena am letzten Spieltag aus Ihrer heutigen Position gutheißen? Volke: (lachend) Kein Kommentar zu dieser Nummer. Aber wer mich kennt, weiß wie ich dazu stehe.

Wie ist der Draht zu Ihren Schalker Kollegen der Fanabteilung um Rolf Rojek? Volke: Ich selbst hatte im Vorfeld aus zeitlichen Gründen keinen Kontakt. Aber unsere anderen Fanbetreuer haben sich mit ihnen getroffen. Beide Seiten sind der Meinung, dass diesmal alles wesentlich lockerer zugeht.

Garantiert die fehlende sportliche Brisanz denn ein friedliches Derby am Sonntag? Volke: Da bin ich sehr guter Dinge. Der Fußmarsch, den unsere Anhänger planen, ist ja keine Provokation. Das wird diesmal ohne Ärger ablaufen.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass diesmal wieder der BVB am Ende jubelt? Volke: Dass es ein Heimspiel ist. Dass Alex Frei wieder an Bord ist, unabhängig davon, ob er von Anfang an spielt oder nicht. Es ist an der Zeit, dass wir nicht nur alle zwei Jahre mal einen Derbysieg feiern können.

Das stimmt, ich habe die Perspektive gewechselt und bin jetzt nicht mehr außen vor, sondern mittendrin, hinter den Kulissen.

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