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Akanji hat es allen bewiesen

Dem BVB-Neuzugang gehört die Zukunft in der Abwehr

DORTMUND Gegen Leverkusen und Bremen spielt er links in der Kette und erweist sich als Glücksgriff. Überhaupt ist Manuel Akanji erstaunlich schnell angekommen bei Borussia Dortmund. Dem 22-Jährigen gehört die Zukunft.

Dem BVB-Neuzugang gehört die Zukunft in der Abwehr

Manuel Akanji (r.) gehört beim BVB die Zukunft. Foto: Kirchner/Inderlied

„Prove them wrong“ steht in geschwungenen Lettern groß auf dem linken Arm von Manuel Akanji. „Beweise ihnen, dass sie falsch liegen.“ Das Tattoo erinnert den Winter-Neuzugang der Dortmunder Borussia aus der Schweiz an die schwierigste sportliche Phase in seinem Leben, als er sich sechs Monate nach seinem Wechsel vom FC Winterthur zum FC Basel einen Kreuzbandriss zuzog und neun Monate pausieren musste. „Damals“, sagt Akanji gegenüber „BVB Total“, „gab es viele Zweifler, die mir nicht zutrauten, dass ich mich in Basel behaupten kann.“

„Dieser Spruch hat mich jahrelang begleitet“

Zweifler gab es auch, als er sich im Januar 2018 entschied, Basel in Richtung Borussia Dortmund zu verlassen. Nach nur einem „richtigen“ Jahr sei dies vielleicht noch ein zu großer Schritt. „Dieser Spruch“, sagt Akanji zu seinem Tattoo, „hat mich einige Jahre lang begleitet. Daher habe ich mir ihn dann irgendwann stechen lassen, um mich immer daran zu erinnern.“ Akanji hat den Beweis angetreten, dass sie alle falsch lagen. 20 Millionen Euro immerhin hat er gekostet, auch das stellt für manche junge Spieler eine Bürde dar. „Mein Streben war es aber immer, mich weiterzuentwickeln. Ich wollte den nächsten Schritt gehen, in den Gesprächen mit dem BVB habe ich mich sofort wohl gefühlt.“ Er hatte keine Zweifel.

Der BVB auf dem Weg zum Spiel bei Werder Bremen

Der BVB auf dem Weg nach Bremen.
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Dass er am Anfang Geduld brauchen würde, war dem 22-Jährigen klar. Erst kurz vor Ende der Wechselperiode ging der Transfer über die Bühne, zwei Spiele verfolgte er komplett von der Bank aus, ehe ihm Peter Stöger im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln zum Bundesliga-Debüt verhalf. Drei Minuten spielte er dort, im folgenden Heimspiel gegen den Hamburger SV dann erstmals über die vollen 90 Minuten. Es folgten bislang sechs weitere komplette Spiele in der Bundesliga.

Gutes Auge für die Situation

Akanji hat schnell angedeutet, welche Qualitäten er mitbringt. Er hat ein gutes Auge für die Situation, ist zweikampfstark. Er ist in der Lage, von hinten heraus sauber aufzubauen. Akanji scheut auch den Risikopass nicht, dennoch kommt er bei 368 gespielten Pässen auf eine Erfolgsquote von 82 Prozent. Und er ist flexibel.

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Kein Problem für Manuel Akanji. „Er hat mich am Freitag gefragt, ob das geht. Ich habe gesagt, ja klar.“ Dinge zu verkomplizieren, ist nicht sein Ding. „Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt.“ Sportdirektor Michael Zorc fand seinen Auftritt „überragend“ und meinte damit nicht nur den langen Ball auf Jadon Sancho, der das Dortmunder 3:0 einleitete.

„Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen“

Ohne Zweifel: Borussia Dortmunds Abwehr wird künftig um Manuel Akanji herum aufgebaut werden, ihm gehört die Zukunft. „Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen, das war auch ein Grund für den Wechsel. Ich habe gesehen, dass junge Spieler beim BVB beste Bedingungen vorfinden, dass man sich hier perfekt weiterentwickeln kann.“

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Akanji genießt die Tage derzeit, auch wenn es sportlich nicht immer rund lief. Im Sommer wird er sein erstes großes Turnier spielen und hoffentlich positive Erlebnisse mit zurück nach Dortmund bringen. Mit dem BVB will er dann auch in der Champions League deutlich besser abschneiden als in diesem Jahr.

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Die komplette Sendung mit Manuel Akanji gibt's unter www.bvbtotal.de

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