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Federico und der neue Stellenwert

DORTMUND Wie schnell sich das Blatt doch wenden kann: Am vergangenen Freitag klagte BVB-Trainer Thomas Doll noch über einen Ausfall nach dem anderen, wusste kaum, wen er in Cottbus auf den Rasen schicken sollte.

von Von Thomas Rellmann

, 19.02.2008

Fünf Tage später sieht die Welt durch die schwarzgelbe Brille schon wieder viel schöner aus. Nicht nur der 2:0-Erfolg in der Lausitz hat die Gemüter erhellt. Auch das Lazarett lichtet sich schneller als erwartet.

„Es sieht wieder gut aus“, erklärte Doll gestern Nachmittag mit heller Miene. „Ich habe wieder Alternativen.“ Schon am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hansa Rostock dürften Diego Klimowicz (Schultereckgelenksprengung), Antonio Rukavina (schwere Grippe) und auch Philipp Degen (Adduktoren- und Sprunggelenk-OP) wieder in den Kader rutschen. Delron Buckley (Oberschenkelverhärtung), Robert Kovac (Hüftprobleme) und Florian Kringe (Pferdekuss) müssen nur kurzzeitig das Pensum drosseln.

Neue Möglichkeiten

Vor allem auf der Position des rechten Außenverteidigers eröffnen sich Doll ganz neue Möglichkeiten. Doch die braucht er gar nicht. „Wenn Antonio fit ist, spielt er.“ Heißt: Mats Hummels, der in Cottbus sein Liga-Debüt im BVB-Dress feierte, muss wieder auf die Bank. Degen ist natürlich noch kein Thema für die Startelf.

Einer, der seinen Platz momentan sicher hat, ist Giovanni Federico. Der 27-Jährige brauchte in der Hinserie lange, um Fahrt aufzunehmen, war als Spielmacher mittlerweile an zwölf LigaTreffern des BVB direkt oder indirekt beteiligt, bleibt aber selbstkritisch: „Ich kann noch zulegen. Am Samstag hatte ich eine gute Aktion, ansonsten war es keine gute Leistung.“ Dennoch hat der Ex-Karlsruher bewiesen: „Ich kann Spiele mitentscheiden.“

Gute Erinnerung

Und das plant er auch gegen Rostock. Ans Hinspiel (1:0) an der Ostsee, hat er beste Erinnerungen: „Mein erstes Bundesliga-Tor, hoffentlich klappt‘s diesmal wieder.“ Gegen Energie, so der Mann mit der Nr. 8, habe er nicht so oft glänzen können. „Es war ein Kampfspiel, da waren andere Dinge gefragt.“ Federico weiß, dass hier seine Defizite liegen. Trotzdem ist sein Stellenwert in den vergangenen Wochen gestiegen. Der Rechtsfuß denkt aber weniger an sich, eher ans Team: „Wir hinken den Erwartungen deutlich hinterher.“ Gegen Hansa können er und seine Kollegen anfangen, diesen Eindruck zu revidieren.

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