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Horror folgt Happyend

DORTMUND Durch ein Spiel, dessen Höhepunkte bequem auf einen Miniatur-Bierdeckel gepasst hätten, hat Borussia Dortmund Abstand vom Thema Abstiegskampf genommen. Nach dem gruseligen 1:0 (0:0) vom Samstag gegen Rostock beträgt der Vorsprung auf das Rotlichtviertel der Liga elf Zähler.

von Von Sascha Fligge

, 24.02.2008

Für das Tor des Tages zeichnete vor 70 700 Zuschauern der eingewechselte Diego Klimowicz verantwortlich. Eine Kombination über den ansonsten erschreckend schwachen Federico und Rechtsverteidiger Rukavina verwertete Borussias Stürmer aus kürzester Distanz – sein fünfter Joker-Treffer (67.). Nur noch ein weiteres Mal kam Stimmung auf. Um 17.13 Uhr, als die Nachricht vom Leverkusener 1:0 gegen den FC Schalke 04 verkündet wurde …

„Ja, ja, ich werde den ganzen Tag durch Dortmund laufen und mir auf die Schulter klopfen, entgegnete BVB-Trainer Thomas Doll auf die Frage, ob sich ein Trainer, der einen Torschützen eingewechselt hat, selbst loben dürfe. Klimowicz sagte: „Das Spiel war unheimlich schwer für uns. Rostock stand tief, hat die Räume eng gemacht.“

Pagelsdorf: "Punkt geklaut"

Durch seinen baukastenartig vorgetragenen, quälend langsamen Aufbau und mangelnde Bewegung im Spiel ohne Ball machte der BVB den Mecklenburgern das effektive Abwehrverhalten aber auch leicht. Zur Pause reichten satte 69 Prozent (!) an Ballbesitz für gerade drei Dortmunder Torschüsse.

Nach dem Wechsel hatten die Hausherren – ohne den an einer Magen-Darm-Grippe erkrankten Sebastian Kehl – zudem großes Glück, als Schiedsrichter Fandel (Kyllburg) ein Foul von Manndecker Robert Kovac an Kai Bülow als nicht elfmeterwürdig wertete (59.). Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf: „Ein klarer Strafstoß. Außerdem ging Dortmunds Siegtor ein Foul von Klimowicz voraus. Uns wurde ein Punkt geklaut!“

Zittern vor Pokalviertelfinale

Für den BVB, der vor den Partien in Bremen und gegen Berlin auf den elften Platz vorgerückt ist, begann direkt nach dem Abpfiff die Vorbereitung auf das Pokal-Viertelfinale gegen Zweitligist Hoffenheim (Dienstag, 19 Uhr).

„Meine Jungs habe ich gleich auf den Ergometer oder ins Entmüdungsbecken geschickt. Jeder sollte merken, dass wir uns professionell vorbereiten müssen“, sagte Doll, der noch um Sebastian Kehl (soll am Montag im Training getestet werden), Florian Kringe (Muskelverhärtung) und den leichenblassen Mladen Petric (Virus-Infekt) zittert.

Der Respekt vor Hoffenheim ist spürbar groß. Schließlich hat das Rangnick-Team zuletzt fünfmal in Serie gewonnen – unter anderem gegen die Topklubs 1860 München, Borussia Mönchengladbach sowie SC Freiburg. Und im Pokal ziemlich eindrucksvoll gegen Hansa Rostock.

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