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Hummels jetzt nah dran

DORTMUND Die wenigen BVB-Fans am Trainingsgelände hörten ihre Lieblinge schreien, sprechen, rufen – sehen konnten sie Dortmunds Profis am Mittwochmorgen aber nicht. Wie ein undurchdringbarer grauer Schleier hing der Nebel über dem ehemaligen Militärareal in Brackel.

von Von Sascha Fligge

, 13.02.2008

Mats Hummels (19), so viel war immerhin zu erkennen, stand genauso wenig auf dem Rasen wie Florian Kringe (25, Magen-Darm-Virus), Antonio Rukavina (24, erkältet) und Marc Ziegler (31, Kapselanriss in der Schulter). Personalalarm beim BVB! Bereits am Dienstag hatte sich Hummels, der Neuzugang aus München, verletzt. „Innerhalb von zwei Minuten machte mein Rücken zu“, sagte der Innenverteidiger: „Ich konnte mich kaum noch bewegen.“ Nach intensiver Behandlung verspürte Hummels aber schnell Linderung und bot sich Trainer Thomas Doll an: „Ich könnte am Samstag in Cottbus spielen.“

Dispo ist ausgereizt

Doll will seine Personalpläne zwar erst am Freitagabend im Teamhotel verkünden, doch es ist möglich, dass Hummels in diesen eine Rolle spielt. „So wie bisher“, sagt der Trainer desillusioniert, „geht es jedenfalls nicht weiter.“ Vor allem seine Wackelabwehr bereitet Doll Sorgen: Die ersten Rückrunden-Partien (3:3 in Duisburg, 2:3 gegen Schalke) haben das Gegentorkonto auf nie für mögliche gehaltene 36 geschraubt. Der Dispo ist längst ausgereizt. Besorgniserregend: Zum selben Zeitpunkt der Vorsaison hatte die Borussia lediglich 24 Bälle aus dem eigenen Netz gefischt.

Qualitätskontrolle gescheitert

Doll, der im Winter verkündete, er werde „ein festes Manndecker-Paar finden und nicht ständig wechseln wie in der Hinrunde“, steckt erneut in einem Dilemma. Die Qualitätskontrolle seiner Manndecker Wörns (35), Kovac (33), Amedick (25) und Brzenska (23) hat nicht zu befriedigenden Resultaten geführt, Hummels könnte mittelfristig seine letzte Hoffnung sein.

„Er spielt ballsicher von hinten heraus und ist für einen 19-Jährigen ziemlich weit“, lobt Doll. An seiner Dynamik müsse Hummels aber noch arbeiten. Das sieht der Jungprofi übrigens genauso. Offen gibt er zu: „Ich muss spritziger werden.“

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