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Kehl: "Die Perspektive stimmt"

DORTMUND Auf diese Nachricht hatte alles, was ein schwarzgelbes Herz hat, seit Wochen gewartet: Sebastian Kehl (28) verlängert seinen Vertrag beim BVB um vier Jahre bis zum 30. Juni 2012 – ohne Ausstiegsklausel.

von Von Thomas Rellmann

, 28.02.2008

Kehl, in Personalunion Leitwolf, "Sechser" und Vize-Kapitän, soll dem Vernehmen nach eine Gehaltsaufstockung auf etwa 3 Mio. Euro pro Jahr erfahren. Der Nationalspieler, der den Traum von einer EM-Teilnahme noch nicht aufgegeben hat, betonte, ein Wechsel innerhalb der Liga sei nie ein Thema gewesen.

Vier Jahre sind eine lange Zeit. Was sprach für den BVB und gegen das Ausland?Kehl: Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Sicher hätten mich die ausländischen Vereine auch gereizt, das wäre sportlich wie privat eine Herausforderung gewesen. Aber die Perspektive, die mir aufgezeigt wurde, passt.

 Ist die Familie auch ein Grund fürs Bleiben?Kehl: Für uns wäre das Ausland auch ein toller Schritt gewesen. Aber klar, mein Sohn Luis (eineinhalb Jahre) ist hier geboren, unser Freundeskreis ist hier. Und wir wissen, was wir an der Stadt, an den Fans haben. Daran hänge ich sehr.

Wie verliefen die Gespräche?Kehl: Sehr positiv, der Verein wollte mich unbedingt halten. Wichtig war mir, dass wir in den nächsten Jahren höhere Ziele anstreben.

War das eine Bedingung?Kehl: So würde ich es nicht nennen. Aber es spielte eine große Rolle, keine Frage.

Das Level der vergangenen drei, vier Jahre dürfte auch für Sie unbefriedigend gewesen sein.Kehl: Ja, aber man darf die großen Probleme der vergangenen Jahre nicht vergessen. Natürlich haben wir Spieler eine Menge mitbekommen, es gab viele andere Löcher zu stopfen. Durch die verbesserte finanzielle Lage des Vereins wird es vorwärts gehen. Ich habe großes Vertrauen in die handelnden Leute.

2012 werden Sie 32 Jahre alt sein. Ist ein Engagement in Spanien oder England damit vom Tisch?Kehl: Ich freue mich erstmal auf die vier Jahre. Was dann ist, vermag ich heute nicht zu sagen.

Werten Sie Ihr Bleiben auch als Signal für andere Spieler oder potenzielle Zugänge?Kehl: Das ist nicht mein Feld, aber ich habe wohlwollend registriert, dass man mir ein gutes Gefühl in den Verhandlungen vermittelt hat. Und das werden auch andere Spieler spüren.

Hans-Joachim Watzke möchte 2010, 2011 auf Augenhöhe mit Schalke, Werder und dem HSV sein. Deckt sich das mit Ihren Ambitionen?Kehl: Wenn das bedeutet, dass wir langfristig wieder international mitmischen, ja. Ich denke, wir haben im DFB-Pokal in dieser Saison schon einen wichtigen Schritt dorthin gemacht und ich bin sicher, dass wir in der Liga auch noch klettern.

Stichwort Pokal. Gibt‘s ein Wunschlos? Thomas Doll hätte gerne Jena zu Hause…Kehl (lacht): ...und wenn nicht, dann Jena auswärts.

 

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