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Schmelzers einsamster BVB-Sieg

Radikaler Schnitt! Wie geht's mit dem Kapitän weiter?

DORTMUND Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen Leverkusen wirft Peter Stöger Kapitän Marcel Schmelzer aus dem Kader - und behält Recht. Bleibt die Frage, wie es weitergeht am nächsten Spieltag und nach der Saison.

Radikaler Schnitt! Wie geht's mit dem Kapitän weiter?

Marcel Schmelzers Nichtberücksichtigung birgt Stoff für viele Diskussionen. Foto: imago

Viele BVB-Fans dürften sich am Samstag erhört gefühlt haben. Kapitän Marcel Schmelzer hatten sie spätestens nach dem 0:2 im Derby als Sündenbock ausgemacht. Bei einer Umfrage dieser Redaktion sprach sich danach von 20.000 Teilnehmern nur jeder Fünfte für den Linksverteidiger als einen Eckpfeiler der Borussia aus. Im Spiel gegen Leverkusen fand Peter Stöger für den Kapitän „aus sportlichen Gründen“ nicht einmal Platz im 18er-Kader. Vom Kapitän zum Tribünengast, ein unmissverständliches Zeichen von Stöger an die gesamte Mannschaft - und darüber hinaus.

Rückendeckung von der Sportlichen Leitung

Der BVB-Trainer erläuterte, Schmelzer habe, wie andere auch, zuletzt „nicht seine optimale Leistung abgerufen“. Gegen die schnellen Flügel der Werkself benötige er „Robustheit und Tempo“. Dazu schickte er Manuel Akanji als Aushilfs-Linksverteidiger ins Rennen. Und nicht Schmelzer, der seit 2005 für den BVB die Knochen hinhält und dessen Formtief sich zu einem weiten Tal ausgedehnt hat.

Von einer Demontage wollte keiner der Borussen-Bosse etwas wissen, Stöger bekam volle Rückendeckung von der Sportlichen Leitung. „Marcel Schmelzer ist der Kapitän, aber am Ende ein Spieler wie jeder andere auch“, argumentierte Sportdirektor Michael Zorc. Die Nichtberücksichtigung gelte ja „nicht für alle Ewigkeiten“, außerdem hätten die Umstellungen in der Mannschaft gegriffen.

Position bröckelt

Nach dem desaströsen Derby hatte sich die Führungsebene des BVB mit dem Trainer ausgetauscht, „auch stimmungstechnische Dinge“ seien dabei angesprochen worden, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigt. Um die Saison sportlich und atmosphärisch halbwegs zu retten, brauchte es einen radikalen Schnitt. Stöger rasierte den Mannschaftsführer ab, dessen Position als Chef längst bröckelte, und durfte sich nach dem Spiel bestätigt fühlen.

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Stöger wirft Kapitän Schmelzer aus dem Kader. Die richtige Entscheidung?

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Seine Schlussfolgerung, Schmelzer sei kein Verlierer, „sondern als Kapitän auch ein Gewinner“ nach dem Leverkusen-Spiel, würde der 30-jährige Routinier wohl nicht unterschreiben. Er sei „not amused“ gewesen, hieß es. Mehr als die Plattitüde, die Aufstellung sei Sache des Trainers, führten seine Mitspieler nicht für ihn ins Feld.

„Wird es nächste Woche nicht leicht für ihn“

Bleibt die Frage, wie es weitergeht am nächsten Spieltag und nach der Saison. „Wenn die Mannschaft so spielt wie heute, wird es nächste Woche nicht leicht für ihn“, sagte Stöger zu Schmelzers Comeback-Chancen beim Ligaspiel in Bremen am Sonntag (18 Uhr). Welche Rolle Schmelzer beim Umbruch im Kader im Sommer zuteil wird, das dürfte eine der spannenderen Fragen in den kommenden Tagen sein.

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