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Rauschen im Niemandsland

DORTMUND Wenn Borussia Dortmunds Fußballprofis am Samstag um kurz vor halb Vier mit ihren Rostocker Kontrahenten in den Signal Iduna Park einlaufen, werden sich viele Kamerasucher auf einen Akteur konzentrieren: Hansas Abwehrspieler Tim Sebastian (24).

von Von Sascha Fligge

, 22.02.2008
Rauschen im Niemandsland

Tim Sebastian spielt eine starke Saison.

Besagter steht angeblich vor einem Wechsel zum BVB. Das Problem: Es handelt sich nur um ein Gerücht, welches zwar chronische Züge annimmt, aber dadurch noch nicht substanzreicher wird. An dem kolportierten Interesse, das hat die Klubführung der Borussia mehrfach verlauten lassen, sei schlichtweg nichts dran.

Alleine der Fakt, dass Sebastian mit dem BVB in Verbindung gebracht wird, verdeutlicht allerdings zweierlei: Zum einen zeugt das Gerücht von Respekt für die stabiler gewordene, aber heute durch die Ausfälle von Langen und Gledson arg geschwächte Abwehr des einstigen Abstiegskandidaten Nummer 1. Nur 29 Gegentore stehen für Hansa bislang zu Buche. Der zweitbeste Wert aller Klubs in der unteren Tabellenhälfte.

Internationales Format gesucht Zum anderen verdeutlicht es aber auch, dass vom BVB mittelfristig Aktivitäten auf dem Manndecker-Markt erwartet werden – der Klub hat sich schließlich bereits 36 Gegentore gefangen. Schon im Winter-Trainingslager an der Costa del Sol sprach Coach Thomas Doll davon, dass er keine Lust mehr habe zuzusehen, „wie einer wieder den Ball verliert, einen Fehlpass spielt oder das entscheidende Duell versemmelt“.

Längst sucht Sportdirektor Michael Zorc deshalb einen Mann von internationalem Format. Dem Vernehmen nach ist Karlsruhes Mario Eggimann (27) eher der Trumpf in der Hinterhand als die Top-Lösung. In der Kategorie Sebastian denkt Zorc jedenfalls nicht.

Kringe will auflaufen

Bevor der Tabellen-Zwölfte seine Karten offenlegt, erwartet Doll heute „einen Schritt heraus aus dem Niemandsland der Tabelle“. Florian Kringe (Oberschenkelprellung mit Einblutung) will auflaufen, Antonio Rukavina übernimmt die rechte Defensivbahn, Delron Buckley wie schon in Cottbus (2:0) die linke.

Roman Weidenfeller indes muss das Spiel im Fernsehen verfolgen. Der Torhüter trainiert zurzeit gemeinsam mit seinen verletzten Berufskollegen Torsten Frings (Werder Bremen) und Christoph Metzelder (Real Madrid) bei Physiotherapeut Klaus Eder in Donaustauf. Weidenfeller, der inzwischen so viel Energie aufgestaut hat, dass er damit wohl ganz Gelsenkirchen einen Monat lang versorgen könnte, will sich Ende März wieder voll auf seine operierte Schulter schmeißen können. Er sagt: "Die Reha verläuft absolut planmäßig!"  Borussia Dortmund: Ziegler - Rukavina, Amedick, Kovac, Buckley - Kehl - Kringe, Tinga - Federico - Frei, Petric

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