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Ricken testet Ohios Crew

DORTMUND Schenkt man einer großen Wissensbörse im Internet Glauben, dann haben bei der jüngsten Volkszählung im Jahr 2006 exakt 3 298 183 Einwohner des US-Bundesstaates Ohios auf ihre deutschen Wurzeln verwiesen. Schon bald könnten es 3 298 184 sein, denn: Lars Ricken (32) befindet sich im Anflug.

von Von Sascha Fligge

, 03.02.2008
Ricken testet Ohios Crew

Ricken: Noch immer Spieler, aber ab sofort auch Nachwuchschef.

Der Offensivakteur des BVB (301 BL-Spiele/49 Tore) ist seit dem 1. Januar 2008 offiziell Spieler der Regionalliga-Elf und designierter Marketing-Fachmann innerhalb der Borussia Dortmund GmbH & Co. KG. Allerdings ließ er sich vor der Auflösung seines Profivertrages zusichern, im Falle eines sportlichen Angebotes vorübergehend aus dem 18-monatigen Trainee-Programm auf der Geschäftsstelle aussteigen zu können. Und diese Offerte gibt es nun.

Am Sonntag bestätigte Rickens Berater Kon Schramm unserer Zeitung: „Ja, Lars will in die Staaten fliegen und sich den Klub Columbus Crew sowie das Umfeld anschauen. Wenn es ihm dort gefällt, ist es möglich, dass er bald in der in der Major League Soccer spielt.“

Ricken wird in der Hauptstadt Ohios das erste speziell für den Fußball gebaute Stadion der USA (Kapazität: 22 500 Plätze) besichtigen dürfen. In der abgelaufenen Spielzeit verpasste die „Crew“, deren Trainerteam der 1962 in die Staaten ausgewanderte Deutsche Siegfried Schmid (54) angehört, als Neunter knapp die Playoffs. Die Vorbereitung auf das neue Spieljahr läuft bereits.

Zorc: „Wir stehen zu unserem Wort“

Für Ricken ist es der zweite Versuch, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Fuß zu fassen. Vor wenigen Monaten war ein Engagement des Champions-League-Siegers von 1997 beim Klub New England Revolution an einer Muskelverletzung gescheitert. Zum Probetraining konnte er nicht anreisen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc kündigte am Wochenende bereits an, Ricken keine Steine in den Weg legen zu wollen: „Wir stehen zu unserer Aussage. Wenn Lars in den USA unterschreiben kann, werden wir ihm diese Chance nicht verweigern.“

  • Entwarnung: Dortmunds Linksverteidiger Dede sich am Samstag beim 3:3 in Duisburg keinen Faserriss, sondern lediglich eine Zerrung der hinteren Oberschenkelmuskulatur zugezogen.
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