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Siewerts deutliche Ansagen vor der Partie gegen RWO

BVB II empfängt Oberhausen

Sechs aufeinander folgende Englische Wochen, zehn Spiele in 42 Tagen: Beginnend mit der Partie gegen den Tabellenvierten Rot-Weiß Oberhausen (Samstag, 14 Uhr, Rote Erde) steht der BVB II vor einer nie zuvor erlebten Extrembelastung.

von Udo Stark

Dortmund

, 23.03.2018
Siewerts deutliche Ansagen vor der Partie gegen RWO

BVB-II-Kapitän Patrick Mainka (r.) und seine Kollegen haben sich von ihrem Coach Jan Siewert in dieser Woche einige Ansagen anhören müssen. © Bielefeld

Auch wenn die Spieler von Jan Siewert durch die jüngsten 1:3-Niederlagen gegen Köln II und in Aachen auf Rang sechs zurückgefallen sind, besteht für den Vizemeister des Vorjahres angesichts sechs ausstehender Nachholpartien theoretisch durchaus noch die Möglichkeit, in den Titelkampf der Regionalliga West eingreifen zu können. Doch es ist realitätsfern zu glauben, dass jedes dieser Spiele gewonnen wird.

Gesundheit der Spieler hat Vorrang

So sieht das auch der Trainer. "Mein größter Wunsch ist es zunächst, die Spieler gesund durch die Restrunde zu bekommen", stellt Jan Siewert klar, "dazu hoffe ich, die Jungs so gut vorbereiten zu können, dass sie in den Spielen ihr komplettes Potenzial erreichen, damit dann am Ende auch ein Tabellenplatz herausspringt, der ihren Leistungen entspricht.“

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Keine Rede davon, die Mannschaft auf eine Spitzenposition in der Liga hieven zu wollen - das war in dieser Saison des Umbruchs ohnehin nie das Ziel. Zudem wirken auch die Eindrücke aus dem Aachen-Spiel vom Sonntag noch merklich nach.

Siewert drückt die Erwartungen

Auch wenn wir immer wieder von vielen Außenstehenden in diese Rolle gedrängt werden: Noch sind wir nicht so weit, um ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen zu können", wird Siewert nicht müde, die Erwartungen auf ein realistisches Maß zu reduzieren, "dafür ist die Mannschaft zu jung. In entscheidenden Momenten fehlt es einfach noch an Erfahrung und Cleverness."

Wie in Aachen, als die Borussen das Heft nach starkem Beginn und der frühen Führung durch Sören Dieckmann mit der Roten Karte für Denzeil Boadu komplett aus der Hand gegeben hatten. "Nach dem Platzverweis haben wir aufgehört, Fußball zu spielen", lautete Siewerts größter Kritikpunkt, das habe er unter der Woche bei der Aufbereitung dieser Niederlage auch in aller Deutlichkeit zur Sprache gebracht: "Es war nicht nötig, dieses Spiel zu verlieren. Man hätte mehr tun müssen. Dann wäre auch in Unterzahl noch einiges möglich gewesen."

Fokus auf der Defensive

Und noch etwas störte Jan Siewert an den Auftritten der vergangenen Wochen gewaltig: „Wir haben in diesen drei Spielen acht Gegentore kassiert, nachdem wir die letzten drei Partien vor der Winterpause zu Null gestaltet hatten. Ich erwarte daher, dass jeder auf dem Platz alles dafür tun wird, um die Defensiv-Stabilität wieder herzustellen.“

Klare Ansagen also vor der Begegnung gegen RWO. Ein Kontrahent, der nach zuvor drei Siegen in Serie durch eine 2:4-Heimschlappe im Nachholspiel am Mittwoch gegen Rödinghausen die Chance verpasst hat, den direkten Anschluss an die Top-Teams KFC Uerdingen und Viktoria Köln herzustellen, aber dennoch zu den anspruchsvollsten Aufgaben gehört, die diese Liga zu bieten hat - und der das Hinspiel mit 1:0 für sich entschieden hatte.

Mut und Engagement

„Das ist ohne Frage eine schwere Aufgabe, aber ich will eine Reaktion sehen“, sagt der Borussen-Trainer unmissverständlich. Dass seine Jungs in Aachen nach dem 1:2 in der Schlussphase wieder zurück ins Spiel fanden und sich mit viel Mut und Engagement gegen die drohende Niederlage stemmten, stimme ihn zumindest zuversichtlich.

BOUADO UND KAMPETSIS FEHLEN Neben Denzeil Boadu, der für zwei Spiele gesperrt wurde und damit auch am Dienstag gegen Rhynern (19 Uhr, Rote Erde) fehlen wird, ist krankheitsbedingt auch Gianluca Rizzo noch nicht wieder dabei. Anargyros Kampetsis weilt bei der U 19 Griechenlands. Ob der von seinem grippalen Infekt genesene Haymenn Bah-Traore in die Startelf rückt, entscheidet sich kurzfristig.
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