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Uwe Hünemeier - Borussias Turm in der Abwehrschlacht

DORTMUND Spielführer ist er, der Rückhalt in schwierigen Situationen, der Turm in so mancher Abwehrschlacht: Uwe Hünemeier ist aus Borussia Dortmunds Regionalliga-Team nicht wegzudenken. Wir sprachen mit dem 22 Jahre alten Innenverteidiger über die Perspektiven des BVB im Kampf um die 3. Liga.

von Von Harald Gehring

, 13.02.2008

Das Vorbereitungsprogramm ist so gut wie beendet. Wie ist es für Sie gelaufen? Uwe Hünemeier: Alles fing etwas holprig an. Meine Patellasehne schmerzte. Aber das beeinträchtigt mich jetzt nicht mehr. Ich bin gut vorbereitet und sehr zuversichtlich vor unserem ersten Punktspiel nach der Winterpause am Samstag gegen Union Berlin.

Sie sind als Innenverteidiger gesetzt. Wer ist eigentlich ihr Lieblingspartner? Hünemeier: Da lege ich mich nicht fest. Meine Nebenleute sind in der Regel Patrick Njambe, Markus Brzenska oder Martin Amedick. Das sind allesamt kopfballstarke Spieler, die im eigenen Strafraum richtig arbeiten. Wenn‘s brennt, schlagen wir den Ball weg. Da wird nicht viel riskiert und herumgespielt.

Borussias Regionalliga-Abwehr war bislang eine sichere Bank. Kann sich beispielsweise Dedes Sperre auf die Besetzung der Abwehrreihe negativ auswirken? Hünemeier: Das ist schwer zu sagen. In der Hinrunde haben wir bewiesen, dass uns nichts so schnell aus der Bahn wirft. Wir stehen in der Defensive sehr gut, unser Trainer Theo Schneider kann flexibel reagieren. Insgesamt ist das unser Plus.

Der BVB kletterte in der Regionalliga-Tabelle beständig nach oben. Platz 4 und 34 Punkte sind erreicht. Ist die 3. Liga schon greifbar nah? Hünemeier: Das Ziel haben wir ins Auge gefasst. Vor dieser Saison hätte das noch niemand zu glauben gewagt, aber in der Hinrunde sind wir gemeinsam ein gutes Stück vorangekommen. Wichtig ist jetzt, sofort im ersten Spiel gegen Union Berlin zu punkten. Wir wollen in der Erfolgsspur bleiben.

RW Ahlen, Braunschweig, Magdeburg oder die HSV-Reserve warten auf Borussias Ausrutscher. Wer kann den BVB noch aus dieser Erfolgsspur boxen? Hünemeier: Eintracht Braunschweig muss man immer auf der Rechnung haben. Diese Mannschaft erwarte ich noch im Kreis der besten zehn Teams. Auch der Hamburger SV wird alles daransetzen, seine Talente in die 3. Liga zu drücken. Magdeburg und Ahlen müssen wir sorgsam beobachten. Das wird in der Rückrunde noch sehr spannend.

Sie sind der Spielführer der Regionalliga-Mannschaft. Für Ihre beständig guten Leistungen wurden Sie immer wieder gelobt. Sehen Sie noch eine Chance, den Sprung in Borussias Bundesliga-Team zu schaffen? Hünemeier: Mit diesem Thema habe ich mich ziemlich lange nicht mehr befasst. Ich habe zurzeit auch wenig Hoffnung, eine Chance zu bekommen. Da gibt es zu viele andere Kandidaten vor mir. Aber für mich gilt, dass ich davon profitiere, beständig für das Regionalliga-Team spielen zu können. Das hat meine Leistung stabilisiert und auch weiter verbessert.

Wie lange läuft Ihr Vertrag noch bei Borussia Dortmund? Hünemeier: Ich habe einen Kontrakt bis zum Jahr 2009. Wie es nach dieser Saison weiter geht, muss man abwarten. Da ist noch keine Entscheidung gefallen. Aber eine Ausleihe oder ein Transfer sind nicht völlig auszuschließen.

Worauf konzentrieren Sie sich jetzt? Hünemeier: Wichtig ist für mich und die Mannschaft, dass wir sofort nach der Winterpause unsere Leistung abrufen. Wir wollen in die 3. Liga und das können wir aus eigener Kraft schaffen. Dort rücken alle Spieler verstärkt in den Blickpunkt. Das würde uns allen zu Gute kommen.

Und wie sehen die mittelfristigen Ziele in Ihrer Lebensplanung aus? Hünemeier: Natürlich ist mein Ziel der Profi-Fußball. Ich weiß, dass ich das draufhabe, in der ersten oder zweiten Bundesliga zu spielen. Und ich werde weiter daran arbeiten, dieses Ziel zu verwirklichen.

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