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Heimspiel für den „Boxer“ und eine Liebeserklärung

90 Minuten mit Klaus Täuber

Bei der Talkrunde „90 Minuten mit...“ war Klaus Täuber zu Gast. Der von den Fans "Boxer" gerufene Königsblaue erzählte eine Anekdote nach der anderen. Schalke sei sein Herzensverein, betonte Täuber, doch einmal war er auf den Klub sehr sauer gewesen.

Gelsenkirchen

von Frank Leszinski

, 21.02.2018
Heimspiel für den „Boxer“ und eine Liebeserklärung

Klaus Täuber sorgte mit seinen Anekdoten für beste Unterhaltung © Schalke 04

Viele Schalker Fans mussten diesmal stehen, so groß war der Andrang bei der beliebten Talkrunde „90 Minuten mit...“ im Mediencenter der Veltins-Arena. Zu Gast war ein ehemaliger Spieler und Trainer der Königsblauen, dessen Popularität beim Traditionsverein ungebrochen ist: Klaus Täuber, wegen seiner kampfbetonten Spielweise nur „der Boxer“ genannt, hatte ein Heimspiel, bei dem kein Auge trocken blieb.

Eine Anekdote nach der anderen

Der im Januar diesen Jahres 60 Jahre jung gewordene Täuber reihte auf seine unnachahmliche Art und Weise eine Anekdote an die nächste, so dass die Besucher den Abend in vollen Zügen genießen konnten.

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Für den gebürtigen Erlangener, der von 1983 bis 1987 für Schalke 04 spielte, war dieser Verein von dem Augenblick eine Herzensangelegenheit, als er die bedingungslose Unterstützung im Parkstadion live miterlebte, als die Gastgeber ausgerechnet im Relegationsspiel gegen Bayer Uerdingen abstiegen.

Absage an Frankfurt

Von da an hatte der bullige Angreifer sein Herz an Schalke verloren und sagte Eintracht Frankfurt, das ein wesentlich lukrativeres Angebot abgegeben hatte, ab. „Ich habe es nie bereut“, betonte Täuber, dessen Brüder Jürgen und Stefan auch für Schalke 04 am Ball waren. Es ist bis heute das einzige Brüder-Trio, das in der Bundesliga spielte.

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Dass Täuber Schalke 1987 verließ, hatte einzig und allein mit der angespannten finanziellen Situation des Vereins zu tun, wie der „Boxer“ bekräftigte: „Ich hätte Schalke nie verlassen. Der Verein ist meine Heimat.“ Dort arbeitete er nach seiner Karriere viele Jahre erfolgreich als Trainer der zweiten Mannschaft.

Nur einmal sauer

Nur einmal war der Kultstürmer auf seinen Verein richtig sauer. Das war im Jahr 2002, als ihm der damalige Manager Rudi Assauer, mit dem er sich ansonsten immer glänzend verstand, statt des erhofften Cheftrainer-Posten nur die Position des Co-Trainers unter Frank Neubarth anbot. Täuber: „Da bin ich explodiert! Unter diesem Bremer Amateurtrainer wollte ich nicht arbeiten. Heute denke ich, wäre ich doch etwas cleverer und diplomatischer gewesen. Mit Neubarth hat es ja nur einige Monate gehalten.“

Als nach über zwei Stunden die Talkrunde mit großem Applaus zu Ende ging, trat mancher Besucher den Heimweg auch mit ein bisschen Wehmut an. Denn so meinungsstarke Sätze wie von Täuber gibt es von der heutigen Spielergeneration nur noch ganz selten zu hören.

Fährmann und Embolo zurück 
Torhüter Ralf Fährmann und Breel Embolo kehrten am Mittwoch ins Mannschaftstraining zurück. Leon Goretzka begnügte sich mit einer 30-Minuten-Einheit auf dem Platz. Das war jedoch nach Schalker Auskunft vom Trainerteam so vorgegeben.