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Schalke siegt im Grusel-Krimi von Köln

Schalke 04

120 Minuten brauchte Schalke, um sich im Elfmeterschießen beim 1. FC Köln durchzusetzen und ins DFB-Pokal-Achtelfinale einzuziehen. Bentaleb, Nübel und Uth retten schwache Tedesco-Elf.

Köln

, 31.10.2018
Schalke siegt im Grusel-Krimi von Köln

Jubelnde Schalker: Nach einem Elfmeterkrimi ziehen die Königsblauen ins Achtelfinale ein. © dpa

Alle Mann auf Alexander Nübel und Mark Uth – als Schalkes Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale nach dem 7:6 (1:1)-Sieg im Elfmeterschießen feststand, wussten die erleichterten Schalker Spieler, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Denn pünktlich zu Halloween war Schalkes Vorstellung insgesamt wieder einmal gespenstisch.

Sechs Veränderungen in der Start-Elf gab es bei Schalke im Vergleich zum Leipzig-Spiel – offenbar ist Trainer Domenico Tedesco noch immer davon überzeugt, dass seine Mannschaft trotz der vielen Personalwechsel so ihren Rhythmus findet.

Obwohl die Königsblauen ja eigentlich sehr rhythmisch spielen – allerdings rhythmisch schlecht. Auch in Köln lief kaum etwas zusammen. Schalke stolperte mehr über den Rasen als diesen für flüssige Pass-Kombinationen zu nutzen. Ein Unterschied zwischen Erst- und Zweitligist war nicht zu bemerken.

Kein Elfmeter für Yevhen Konoplyanka

Als auch der 1. FC Köln dies feststellte, wagte sich der Außenseiter aus der Deckung. Dominick Drexler prüfte Alexander Nübel (20.), der auch einen Freistoß von Marcel Risse parierte (21.) und bei einem Schuss von Serhou Guirassy ans Außennetz Glück hatte (32.).

Kurz danach musste Schalke wie schon in Istanbul zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, dass ein Foul im Strafraum nicht immer Elfmeter bedeutet: Louis Schaub hatte Yevhen Konoplyanka zu Fall gebracht – Schiedsrichter Harm Osmers entschied zur Verblüffung vieler Anwesenden auf Freistoß für Köln.

Köln fasste nun immer mehr Mut, der Glaube ans Weiterkommen wuchs. Und der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen, oder auch schon mal einen Ball: Einen Schuss von Jhon Cordoba fälschte Salif Sané unhaltbar für Nübel ab ins eigene Tor (44.).

Hamzy Mendyl muss in der 82. Minute verletzt runter

Schalke mal wieder in Rückstand, kein ungewohntes Gefühl in dieser Saison. Das gewohnte Bild auch bei der Reaktion auf diesen Rückstand: Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste genau so bemüht wie weitestgehend hilflos. Einen Freistoß von Naldo hielt Horn (68.), einer von Bentaleb ging nur knapp daneben (76.).

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Insgesamt war das aber viel zu wenig von Schalke – in jeder Aktion war den Blau-Weißen anzumerken, dass sie derzeit völlig verunsichert sind. Ab der 82. Minute durfte Schalke dann nur noch mit zehn Mann spielen, weil Hamza Mendyl sich verletzt und Tedesco schon drei Mal gewechselt hatte.

Mark Uth sorgt fürs Happy-End

Doch wenn du denkst, es geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Licht daher – dieser unerwartete königsblaue Lichtblick hieß in der 87. Minute Rafael Czichos. Der Kölner Defensivspieler erlaubte sich im eigenen Strafraum ein Handspiel, und endlich gab es Elfmeter für Schalke. Der eingewechselte Nabil Bentaleb verwandelte sicher (88.).

Mit dem ersten Tor seit 395 Minuten gruselte Schalke sich in die Verlängerung.

In der (Schalke konnte aufgrund des Pokal-Reglements nun wieder einen Spieler einwechseln) hielten sich beide Mannschaften weitestgehend in Schach. Konsequenz: Elfmeterschießen. Im 13. Schuss fiel die Entscheidung: Mark Uth schoss Schalke mit seinem ersten Tor für Königsblau ins Achtelfinale. Das Happy-End – aus Schalker Sicht – eines Grusel-Krimis.

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