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Comeback von Pablo Insua

Schalker kämpft gegen „schwerste Zeit“ seiner Karriere

Gelsenkirchen Dem Spanier Pablo Insua von Fußball-Bundesligist Schalke 04 drohte vor einigen Monaten das Karriereende. Jetzt hat er seine schwere Krankheit hinter sich und kommt gestärkt zurück.

Schalker kämpft gegen „schwerste Zeit“ seiner Karriere

Pablo Insua (l.) gab gegen Wolfsburg sein Comeback für Schalke. Foto: dpa

Zwei, manchmal auch drei Wochen Pause, längere Unterbrechungen musste Pablo Insua während seiner Karriere als Profi-Fußballer bisher nicht einlegen. Deshalb war die Herzmuskelentzündung, die den spanischen Neuzugang im Herbst 2017 außer Gefecht setzte, eine völlig neue Erfahrung. Nicht nur, was die Schwere seiner Krankheit betraf, sondern auch der lange Zeitraum erforderte vom Schalker Abwehrspieler jede Menge Geduld und Disziplin.

Licht am Ende des Tunnels

„Es war die schwerste Zeit meines Lebens“, sagte Insua in einer Medienrunde, wo er erstmals über seine Gemütsverfassung und die schwierigen vergangenen Monate redete. Mittlerweile sieht der Defensivspezialist Licht am Ende des Tunnels. Sein Bundesligadebüt am vergangenen Samstag in Wolfsburg war eine willkommene Motivationsspritze.

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„Es war ein Tag der großen Freude für mich und eine Belohnung für die harte Arbeit, die hinter mir liegt“, freute sich Insua über sein 26-Minuten-Comeback. Schon kurz nach dem Abpfiff hatte er zum Handy gegriffen und eine Glücksbotschaft in die sozialen Netzwerke verschickt: „Nach vielen Monaten mit harter Arbeit und großem Leid habe ich es geschafft. Ich bin sehr glücklich über den Erfolg der Mannschaft und mein Debüt.“

Gelb statt Rot

Dabei hatte er ein bisschen Glück, dass sein Foul am Wolfsburger Maximilian Arnold „nur“ mit einer Gelben Karte von Schiedsrichter Benjamin Cortus geahndet wurde. „Es sah schlimmer aus, als es war. Die Gelbe Karte war gerechtfertigt“, so Insua.

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Der Defensivspezialist hat sich keine speziellen Ziele für den Rest der Saison gesetzt. „Das Wichtigste ist der Erfolg der Mannschaft“, gibt sich der Spanier ganz als Teamplayer. Er will sich Stück für Stück wieder heranarbeiten. „In der nächsten Saison will ich wieder bei 100 Prozent sein und zeigen, was ich kann,“ betonte der 24-Jährige, der im vergangenen Jahr für 3,5 Millionen Euro aus La Coruna verpflichtet wurde.

Demut und Geduld

Solch eine gravierende Erkrankung haben bei Insua Tugenden wie Demut und Geduld gefördert. Denn nachdem ihm die Ärzte rieten, nach einer Lungenentzündung zur Beobachtung noch ein paar Tage im Krankenhaus zu bleiben, verschlechterte sich sein Zustand. Nachdem eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert wurde, lag Insua sogar einige Tage auf der Intensivstation. Er verlor acht Kilo Körpergewicht. „Die Ärzte sagten mir, dass es nicht sicher sei, ob ich wieder Profi-Fußball spielen könne“, erzählte Insua. Ihm drohte im schlimmsten Fall also sogar das Karriereende.

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Doch Tag für Tag stabilisierte sich danach sein Zustand. Ein Heimataufenthalt im Dezember tat dem Spanier ebenfalls gut. „Und auch im Krankenhaus gab es viel Unterstützung. Ich hatte einen Arzt aus Paraguay, mit dem ich mich gut in meiner Muttersprache verständigen konnte“, erzählte der Schalker Neuzugang. Und auch viele Mannschaftskameraden statteten dem Neuzugang im Krankenhaus einen Besuch ab und brachten Pizza mit, um ihn körperlich aufzupäppeln.

Insua hofft auf Heimdebüt

Am Freitag hat sich Insua Karten gesichert, um beim Länderspiel von Spanien gegen Deutschland in Düsseldorf live dabei zu sein. Bald hofft er, auch in der Veltins-Arena sein Heimspieldebüt für Königsblau zu geben. „Denn die Atmosphäre dort ist wie Benzin für die Mannschaft“, schwärmte der Spanier, der bisher so viel Pech hatte.

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