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Einige Spieler im WM-Kader mit Wurzeln in Gelsenkirchen

Ganz viel Schalke im Team Deutschland

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland will die deutsche Nationalmannschaft seinen Titel verteidigen. Mit dabei sein werden einige Spieler, die ihre Wurzeln auf Schalke haben.

Gelsenkirchen

, 29.05.2018
Einige Spieler im WM-Kader mit Wurzeln in Gelsenkirchen

Leon Goretzka wird der einzige Spieler sein, der bei der WM auf Schalke unter Vertrag steht. © dpa

Unternehmen fünfter Stern“ oder „Mission Titelverteidigung“: Wie auch immer man die Dienstreise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Russland zur Weltmeisterschaft (14. Juni bis 15. Juli) bezeichnet, führt kein Weg daran vorbei: Nach 2014 will die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw den Titel verteidigen, Deutschland plant den fünften WM-Gewinn nach 1954, 1974, 1990 und 2014.

Petersen größte Überraschung

Am 15. Mai hat Löw seinen vorläufigen Kader bekanntgegeben, die größte Überraschung war dabei die Nominierung des Freiburger Stürmers Nils Petersen. Auffällig: Löw setzt auf zahlreiche Akteure, die nicht nur ihre fußballerischen Wurzeln auf Schalke bzw. in Gelsenkirchen haben.

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Der einzige aktuelle Schalker im Kader ist Leon Goretzka: Nachdem der Mittelfeldspieler beim Confed-Cup einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen hatte, kam seine Nominierung nicht überraschend. Goretzka spielt zwar ab der kommenden Saison für den FC Bayern München, gilt bei der WM aber noch als Schalker.

Neuer vorerst nominiert

Manuel Neuer wurde von Löw vorerst nominiert, obwohl der Fitness-Zustand Neuers nach langer Verletzungspause noch ungeklärt ist. Bei der WM 2014 hielt Neuer Deutschland zum Titel, Löw würde natürlich nur ungern auf den wahrscheinlich weltbesten Torhüter verzichten. Neuer, gebürtiger Gelsenkirchener, spielte bis 2011 für den FC Schalke 04, wechselte dann zum FC Bayern München.

Auch Julian Draxler gehörte 2014 zum WM-Kader, kam aber nur sporadisch zum Einsatz. Nun hofft er auf mehr Spielzeiten, schließlich hat er bei Paris St. Germain mit großer Konkurrenz zu kämpfen und sich in dieser Gemengelage mit bislang 44 Liga-Einsätzen und acht Toren behauptet. Der gebürtige Gladbecker kam über den BV Rentfort und die SSV Buer im Jahr 2001 zum FC Schalke 04, den er 2015 verließ und beim VfL Wolfsburg anheuerte.

Gündogan mit dabei

Ilkay Gündogan von Manchester City ist gebürtiger Gelsenkirchener, spielte in seiner Jugendzeit bei Heßler 06, der SSV Buer und ein Jahr lang auch bei Schalke 04. Karriere machte der Mittelfeldspieler dann über die Stationen VfL Bochum, 1. FC Nürnberg und Borussia Dortmund.

Mesut Özil gilt als Kreativer im deutschen Mittelfeld als gesetzt. Er ist wie Neuer und Gündogan in Gelsenkirchen geboren, spielte in der Jugend bei Westfalia 04, DJK Falke und DJK Teutonia Schalke. Nach einem Abstecher zu RW Essen kam er dann 2005 zu Schalke 04, drei Jahre später ging er zu Werder Bremen, bevor er dann bei Real Madrid und nun Arsenal London die große internationale Karriere startete, die er 2014 mit dem WM-Titel krönte.

Sané mehr und mehr zum Stammspieler

Auch Leroy Sané ist ein Junge aus dem Ruhrpott: Geboren in Essen, in der Jugend am Ball bei Wattenscheid 09 und Schalke 04, zwischendurch bei Bayer Leverkusen. 2016 wechselte er für die bisherige Schalker Rekord-Ablösesumme von 50 Millionen Euro zu Manchester City. Dort wird der pfeilschnelle Offensivspieler unter Trainer Pep Guardiola mehr und mehr zum Stammspieler.

Den WM-Zug 2018 verpasst hat Benedikt Höwedes: 2014 noch Mitglied des WM-Kaders, verlief die einjährige Ausleihe des langjährigen Schalker Mannschaftskapitäns nach Juventus Turin nicht nach Wunsch. Aufgrund zahlreicher zum Teil langwierige Verletzungen kam Höwedes beim italienischen Meister kaum zum Einsatz - und daher auch nicht auf Löws Nominierungs-Liste.