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Die perfekte Braut

Südlohn Weißer Rauch aus dem Schornstein des Modehauses Hollad in Südlohn wäre dem Anlass wohl angemessen gewesen. Denn auch wenn die Wahl eines Papstes in der Sixtinischen Kapelle länger dauert, war die Mission, die Judith und ihre Helferinnen in den von weißem Stoffen erstrahlenden Raum zu erfüllen hatten, nicht minder heikel.

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Ein Glas Sekt macht die Brautkleidersuche viel entspannter - und lässt Kati, Katrin, Elsbeth und Ruth die Zeit vergessen.

Jetzt noch die Stola - und voilá: Die Braut ist perfekt. Oder doch nicht ganz. Für welches Kleid sich Judith entschieden hat, wird hier jedenfalls nicht verraten. Schließlich soll Freund Christian noch nichts erfahren. MLZ-Fotos (5) Herbers

Bis die angespannte Ratlosigkeit der Frauen schließlich ausgelassener Freude weichen konnte, war es ein langer Weg mit Höhen und Tiefen. Kraft auf dem drei Stunden Marathon gaben Traumhochzeitsgewinnerin Judith, den Freundinnen Kati Pennekamp und Katrin Wessels, Mutter Elsbeth und Schwester Ruth prickelnder Sekt und selbst gebackene Hochzeits-Muffins mit rosa Zuckerguss.

"Ohhh", schallt es gleichzeitig aus allen Mündern, als sich die Tür der Umkleidekabine an diesem Tag zum ersten Mal öffnet und Judith feengleich durch den Raum gleitet. Die lange cremefarbene Schleppe raschelt, die aufgestickten Stickereien funkeln. "Das ist einfach nur schön", entfleucht es Schwester Ruth - und allen ist klar: Eine schwere Prüfung wartet auf sie. "Das sollen die Frauen mal unter sich ab machen." Christoph Hollad, Inhaber des vor 25 gegründeten Geschäfts für Festmode winkt ab und lacht. Schließlich ist es kein Leichtes in einer Kollektion von 250 Kleidern pro Saison das Traumkleid zu finden.

Den Freundinnen bleibt derweil die Luft weg. Judith schreitet erneut durch den Raum - diesmal in einem eng geschnürten Kleid mit Neckholder. "Du bist einfach die perfekte Braut", stellt Kati fest. "Ich finde, das voherige sitzt besser", kontert Ruth. Judith blickt ratlos von einer zur anderen. "Sie müssen das Gefühl haben 'Das ist mein Kleid'", rät Mitarbeiterin Ingrid Wübling. Doch auch Kleid Nummer drei, vier und fünf sind "einfach zauberhaft".

Auch Mutter Elsbeth ist gerührt: "Erst war das alles noch so weit weg mit der Hochzeit. Aber jetzt, wo sie die Kleider probiert..." Und die eigene Hochzeit? "1981 war das. Ich trug ein Kleid, auch mit Tüll und an den Armen durchsichtig. Das hatten die Kinder öfter an als ich, haben immer damit Verkleiden gespielt."

Dann geht es aufwärts für die Frauen: "Das ist mir zu viel Stickerei" oder "Das finde ich zu weit" ist da zu hören. Endlich: zwölf Kleider und 150 Minuten später haben es drei traumhafte Exemplare in die Endrunde geschafft, werden nacheinander an- und ausgezogen, das Für- und Wider abgewogen, bis für Judith feststeht: "Das ist mein Kleid." kh

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Ein Glas Sekt macht die Brautkleidersuche viel entspannter - und lässt Kati, Katrin, Elsbeth und Ruth die Zeit vergessen.

Jetzt noch die Stola - und voilá: Die Braut ist perfekt. Oder doch nicht ganz. Für welches Kleid sich Judith entschieden hat, wird hier jedenfalls nicht verraten. Schließlich soll Freund Christian noch nichts erfahren. MLZ-Fotos (5) Herbers

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