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Neues Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Ahaus

Grundstein für das Wohnhaus ist gelegt

Ahaus Die Diakonische Stiftung Wittekindshof baut an der Arnoldstraße ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung. Bei der Grundsteinlegung erinnerten sich die Beteiligten auch an das komplizierte Antragsverfahren.

Grundstein für das Wohnhaus ist gelegt

Es ist vollbracht: Bürgermeisterin Karola Voß (r.) nahm am Montag mit Vertretern der Stiftung und der am Bau beteiligten Unternehmen die offizielle Grundsteinlegung vor. An der Arnoldstraße entsteht bis zum Sommer 2019 ein Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderung. Foto: FOTO: Christian Boedding

Wo sonst die Bauarbeiter mit schwerem Gerät für Lärm sorgen, war es am Montagvormittag wohltuend leise. Eine Stunde lang war Pause an der Arnoldstraße. Der Grund: die Grundsteinlegung für das Wohnhaus der Diakonischen Stiftung Wittekindshof.

Bürgermeisterin Karola Voß, Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und weitere Personen des öffentlichen Lebens mauerten eine Metallkapsel mit der entsprechenden Urkunde und der Montag-Ausgabe der Münsterland Zeitung ins Fundament.

Zuvor hatte Diakon Reiner Breder, als Ressortleiter zuständig für die Wittekindshofer Angebote im Kreis Borken, aus Schillers Lied von der Glocke zitiert. „Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß.“ Mit Mörtel und Kelle zu hantieren, das war in der Tat eine schweißtreibende Angelegenheit bei hochsommerlichen Temperaturen.

Haus soll im Sommer 2019 bezugsfertig sein

Die Diakonische Stiftung Wittekindshof baut zur Förderung der Inklusion das Wohnhaus an der Arnoldstraße. Dort entstehen in einem zweigeschossigen, L-förmigen Gebäude in vier kleinen Wohneinheiten Einzelzimmer mit eigenem Bad für 24 Frauen und Männer mit geistiger und mehrfacher Behinderung. In einem zweiten Gebäude entstehen Räume für tagesstrukturierende Angebote. Die Baukosten für das barrierefreie Gebäude, das auch Menschen mit Rollstühlen und Gehhilfen Bewegungsfreiheit bietet, sind mit 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Es fließen Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und der Aktion Mensch ein.

In den nächsten Wochen und Monaten wird der Baufortschritt am Rohbau täglich zu sehen sein. In den Wintermonaten wird der Innenausbau erfolgen. Das Wohnhaus soll im Sommer 2019 bezugsfertig sein.

Grundstein für das Wohnhaus ist gelegt

Die Baustelle an der Arnoldstraße/Ecke Wessumer Straße. Foto: FOTO: Christian Boedding

Das Haus werde nicht irgendwo am Rande von Ahaus versteckt, sagte Pfarrer Olaf Goos von der evangelischen Gemeinde in seinem Grußwort. „Das Haus wird mitten in Ahaus stehen, an zentraler, exponierter Stelle. Mitten im Leben.“ Es sei eines von vielen neuen Häusern, die die Diakonische Stiftung in den vergangenen 14 Jahren geschaffen habe, sagte Dierk Starnitzke. „Wir haben das vornehmlich an Orten getan, wo es bislang eher zu wenig solcher Angebote gegeben hat.“ Im Zuge dieser Entwicklung sei die Stiftung nun auch endlich in Ahaus angekommen. „Dieses Vorhaben hat allen Beteiligten einige Geduld abgefordert.“ Man musste mit den verschiedensten Anspruchsgruppen umgehen, musste deren Interessen koordinieren und am Ende zu einem Ergebnis kommen, mit dem alle gut leben können. „Das alles ist geschafft und jetzt kann es mit dem Neubau vorangehen. Trotz der langen Verfahrenszeit hoffe ich, dass die Stiftung mit dem neuen Wohnangebot noch immer in Ahaus willkommen ist.“

Zähe Suche nach einem Grundstück

Diakon Jörg Frieske von der Geschäftsbereichsleitung der Stiftung erinnerte an die Anfänge des Projektes. Das erste Schreiben, in dem es um den Erwerb eines Grundstücks für einen Neubau mit 24 Plätzen ging, datiert vom 5. Januar 2011. „Werner Schmadel und ich zogen los, um ein passendes Grundstück zu finden. Wir stellten jedoch schnell fest, dass es eigentlich unmöglich ist, in Ahaus ein solches Grundstück zu finden. In dieser Zeit durfte ich viele Immobilienmakler aus Ahaus kennenlernen.“

Bürgermeisterin Karola Voß erinnerte an die Zeit, als auf dem Grundstück noch das Hallenbad stand – das im Jahr 2013 abgerissen wurde. An die Stiftung gerichtet, sagte sie: „Sie haben ein tolles Grundstück erwerben können, das viele Investoren gerne hätten.“

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