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Lernen im Dachstübchen

Ahaus Immer mehr Kinder streben zum Alexander-Hegius-Gymnasium - so viele, dass die Schule nun aus allen Nähten platzt. Der Dachausbau soll als "Sofortprogramm" die größten Raumnöte für die insgesamt 1019 Schüler lindern.

Lernen im Dachstübchen

<p>Der überdachte Schulhofbereich soll ausgebaut und als Lehrerzimmer und Verwaltungsbereich genutzt werden. MLZ-Fotos (4) Grothues</p>

Einstimmig hat der Schul- und Kulturausschuss am Montagabend einen entsprechenden Beschluss gefasst. Geplant sind zwei neue Kursräume sowie ein Musikraum. Der Technische Beigeordnete Michael Tacke räumte ein, dass Klassenzimmer unterm Dach im Sommer klimatisch sicher nicht so angenehm seien wie Räume im Erdgeschoss. Dennoch begrüßte Schulleiter Joachim Engelhardt die schnelle Lösung. "Wir werden die Räume nur als Kursräume nutzen. Kein Schüler muss dort den ganzen Vormittag verbringen. Wir wollen niemanden weichkochen." Engelhardt machte aber deutlich, dass die schnelle Lösung nur ein erster Schritt sein könne.

Die Stadt plant mittelfristig, den überdachten Schulhofbereich auszubauen, so dass dort Platz geschaffen werden kann für einen neuen Eingangsbereich, Lehrerzimmer und Verwaltungsbereich. Auf diese Weise wird im Bereich des bisherigen Lehrerzimmers Platz geschaffen für Förderunterricht und Selbststudium. Dieses Vorhaben soll nun nach dem Willen des Schulausschusses mit Hilfe eines Planungsbüros grundsätzlich untersucht werden. Dabei sollen auch die Schulhofgestaltung, die mögliche Nutzung freier Raumkapazitäten in der benachbarten Anne-Frank-Realschule sowie die Einrichtung einer Mensa in den Blick genommen werden. "In der Mensafrage sollten wir auch die Berufskollegs und die BBS mit in die Betrachtung einbeziehen", empfahl Verwaltungsvorstand Hermann Kühlkamp.

Neue Zahlen Herbst

Genauere Zahlen und Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen werden im Herbst im Rahmen der Schulentwicklungsplanung auf dem Tisch liegen. Die Übergangsquote zum Gymnasium, soviel nahm Kühlkamp schon vorweg, werde langfristig mit 36 Prozent kalkuliert. 2003 lag sie noch bei 26 Prozent. Die Steigerung sei für die Stadt und für die Schüler wünschenswert. Kühlkamp erinnerte daran, dass der Kreis Borken in Sachen Abiturquote Schlusslicht in ganz NRW sei. Hier macht etwa jeder fünfte Schüler das Abitur, in Münster ist es mehr als jeder dritte. gro www.bildungs

studiekreisborken.de

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