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Rathausspitze ist männlich

Ahaus Die Stadtverwaltung schafft in Sachen Geschlechterparität eine Punktlandung: 59 Männer und 59 Frauen teilen sich im Rathaus die Arbeit. Aber: In Führungspositionen sind die Frauen deutlich unterrepräsentiert.

Rathausspitze ist männlich

Das zeigt der neue Frauenförderplan 2007 bis 2009, den die Gleichstellungsbeauftragte Sybille Großmann (Foto) jetzt dem Rat der Stadt Ahaus vorstellte. Die Erkenntnis ist nicht neu. Bereits 2004 hatte der Frauenförderplan gezeigt, dass Frauen im oberen Bereich der Laufbahnen und Vergütungsgruppen eher selten anzutreffen sind. "Diese Unterrepräsentanz ist kurzfristig auch nicht zu beheben", so Großmann. Als Gründe nannte sie die geringe Fluktuationsrate, aber auch fehlende Bewerbungen von Frauen für höherwertige Stellen und für Positionen in technischen Bereichen. Die Stadt Ahaus sei jedoch "auf einem guten Weg." Mehrere stellvertretende Fachbereichsleitungen seien Frauen übertragen worden. Und es nähmen mehr Frauen an Lehrgängen für höhere Positionen teil. Die Stadt unterstütze diese Entwicklung aktiv durch Qualifizierungsmaßnahmen und durch flexible Lösungen für Mütter, die in den Beruf zurückkehren wollen. Bei frei werdenden Stellen würden gezielt auch immer ehemalige Mitarbeiterinnen angesprochen, die sich in der Familienphase befänden. Bürgermeister Felix Büter bezeichnete das Angebot individueller Arbeitszeiten unterhalb einer Halbtagsstelle als wichtigen Schritt zur Wiedereingliederung von Frauen ins Berufsleben.

Insgesamt zählt die Stadt Ahaus 359 Beschäftigte mit einem Frauenanteil von 44 Prozent. Während in der Verwaltung, Schulen Musikschule und Sozialarbeit zahlenmäßig in etwa Geschlechterparität herrscht, sind Technische Dienste, der Bauhof und Kläranlage immer noch eine Männerdomäne. Bücherei, Kindergärten und Reinigungsarbeiten liegen dagegen fast ausschließlich in Frauenhänden. gro

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