Werkstatthalle in Wüllen wird Opfer der Flammen

Wüllen "Zwei Fahrzeuge konnten wir noch heraus holen", berichtet Heinz-Jürgen Boonk. Dann musste der Chef des Wüllener Traditions-Reiseunternehmens hilflos mit anschauen, wie Werkstatt und Fahrzeughalle in der Friedhofstraße mitsamt dreier weiterer Fahrzeuge ein Raub der Flammen wurden - voraussichtlich durch einen technischen Defekt. Geschätzter Schaden: mindestens 300 0000 Euro.

Als die Feuerwehr am Mittwoch gegen 13.30 Uhr an der Halle eintraf, habe sie bereits in voller Ausdehnung gebrannt, so Einsatzleiter Christian Kruthoff. Daran, von innen zu löschen, sei nicht mehr zu denken gewesen. Auch die Löschangriffe von außen hätten die Einsatzkräfte nur unter schwerem Atemschutz durchführen können.

Schnell stellte Kruthoff fest, dass die 26 Mitglieder des Löschzgs Wüllen Verstärkung brauchten. Er rief die komplette Ahauser Wehr und das so genannte Atemschutzmodul der Kollegen aus Wessum. Mit vereinten Kräften hatten die rund 60 Einsatzkräfte das Feuer nach einer halben Stunde so weit unter Kontrolle, dass es keine weitere Nahrung fand.

Keimzelle des Brandes war ein Taxi. Was den Fahrzeugbrand auslöste, steht noch nicht fest, wie die Polizei mitteilt. Fest steht, dass am Mittwoch aber gar nicht in der Werkstatt gearbeitet wurde. Eine Zeugin hatte das Feuer entdeckt.

Leichte Vergiftung

Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann eine leichte Rauchvergiftung und blieb zur Beobachtung im Krankenhaus. "Inzwischen geht es ihm besser", versichert der Einsatzleiter.

Und Heinz-Jürgen Boonk? Er steht zusammen mit seinen Mitarbeitern vor einem regelrechten Trümmerhaufen. Zeit, zu lamentieren, bleibt aber nicht. Gestern hatte sich der Unternehmer bereits auf die Suche nach einer Werkstatt gemacht, die er in der Übergangszeit nutzen kann, "und für die Fahrzeuge brauche ich ebenfalls Ersatz". Zwar befindet sich auf dem weiteren Firmengelände im Industriegebiet der Fuhrpark, unter anderem mit 20 Bussen in allen Größen, "aber davon haben wir keinen über". sy-