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Die Sehenswürdigkeiten der Heimat

Das ist typisch für Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel Was ist typisch für Ihre Heimat? Das haben wir Menschen aus Castrop-Rauxel gefragt und die Tourismusexperten im Rathaus. Und wir haben im Netz geguckt, was als typisch Castrop-Rauxel gilt.

Das ist typisch für Castrop-Rauxel

Heimat, das geht für den Braumeister des Brauhauses Rütershoff, Christop Kirchhelle, „vom Erinturm über heimische Spezialitäten bis zu schönen, ruhigen Plätzen wie zum Beispiel dem Wagenbruch“. Foto: Volker Engel

Ein Tourismuszentrum ist Castrop-Rauxel nicht gerade. Die Zahl der Übernachtungen in Castrop-Rauxeler Hotelbetten ist trotzdem in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Wurden 2009 noch 56.400 Übernachtungen gezählt, waren es 2017 immerhin 63.379.

Was lockt die Menschen hierher, wollen wir von Maresa Hilleringmann und Nicole Fulgenzi wissen, die im Rathaus für den Fremdenverkehr zuständig sind, was empfehlen sie Besuchern als charakteristisch für die „Europastadt im Grünen“?

„Na ja, eine echte Urlaubsregion sind wir nicht, die meisten Menschen kommen hierher, weil sie ein Anliegen hier in der Gegend haben, jemanden besuchen, zu einer Veranstaltung wollen“, so Hilleringmann. Entsprechend bescheiden ist auch der Aufwand, den die Stadt betreibt. Hilleringmann und Fulgenzi sind im „Hauptberuf“ Pressesprecherinnen der Stadt, erledigen den Tourismusjob nebenbei.

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Das lasse sich auch problemlos bewältigen, bestätigen die beiden Damen, die sich im Rathaus ein Büro teilen. So oft stünden keine Touristen vor ihrem Schreibtisch und verlangten nach Auskunft über die Sehnsuchtsorte der Europastadt. Und wenn doch, was verkaufen die Fremdenverkehrsdamen dann als Castrop-Rauxel-Typika, als „Heimat Castrop-Rauxel“?

Da stehen dann tatsächlich die altbekannten Sehenswürdigkeiten im Zentrum der Empfehlungen. Der Erin-Park gehört dazu, die Sonnenuhr auf Schwerin, der Hammerkopfturm. „Wir empfehlen dann schon Sachen, die einfach für die Geschichte dieser Stadt charakteristisch sind“, so Hilleringmann. „Und wir empfehlen den Menschen auch, sich den Schlüssel für den Hammerkopfturm zu besorgen, wenn die Zeit passt, denn das ist schon ein echtes Erlebnis, von dort oben auf die Stadt zu gucken.“

Das ist typisch für Castrop-Rauxel

Maresa Hilleringmann, bei der Stadt auch zuständig für den Fremdenverkehr, empfiehlt den Menschen, die als Besucher nach Castrop-Rauxel kommen, „sich den Schlüssel für den Hammerkopfturm zu besorgen, wenn die Zeit passt, denn das ist schon ein echtes Erlebnis, von dort oben auf die Stadt zu gucken.“ Foto: Jens Lukas

Das also macht „Heimat Castrop-Rauxel“ aus? „Natürlich, was würden Sie denn empfehlen“, kommt die Gegenfrage von Nicole Fulgenzi. Und da ist der Autor dann still, denn die beiden Damen haben ja schon Recht: Der Bergbau steht immer noch für die Castrop-Rauxeler Historie, hat die Menschen hier geprägt, den Menschenschlag.

Hoher Stellenwert beim Fahrradtourismus

Die meisten echten Touristen, also Menschen, die nicht nur für einen praktischen Zweck in einem Castrop-Rauxeler Hotel absteigen, kommen in den vergangenen Jahren auf zwei Rädern. Der Fahrradtourismus genießt in Castrop-Rauxel einen vergleichsweise hohen Stellenwert. Dafür haben in den letzten Jahren die großen Themenwege etwa entlang der Ruhr oder der Emscher gesorgt.

Das bestätigten uns auch die Hoteliers der Europastadt. Egal, ob es um das Hotel Daun, das Hotel Selle oder das Vienna House Easy im Goldschmiedingpark geht, sie alle profitieren von den Menschen, die sich die Region vom Fahrradsattel aus angucken wollen. „Im Sommer haben wir richtig viele Gäste mit dem Fahrrad. Hier im Ruhrgebiet kann man eben unheimlich viel erleben“, sagt Mareike Cremer vom Vienna House Easy.

WhatsApp-Nachrichten für Castrop-Rauxel

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Castrop-Rauxel Zehntausende Menschen in Castrop-Rauxel nutzen WhatsApp. In der beliebten App gibt es jetzt auch die Nachrichten der Ruhr Nachrichten: täglich das Wichtigste der Europastadt. Hier können Sie sich für den kostenlosen Service anmelden.mehr...

Auch wenn man es kaum glauben mag, sogar auf der großen Reiseplattform Expedia.de findet man einen nicht gerade kleinen Eintrag zum Thema „Städtereisen nach Castrop-Rauxel“. Und was verkauft man den Menschen dort als „Heimat Castrop-Rauxel“? Natürlich, den Bergbau: „Alte, eindrucksvolle Bergbauvergangenheit und geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten machen eine Städtereise in Castrop-Rauxel, in einer der grünsten Städte des Ruhrgebiets, zum eindrucksvollen Urlaubserlebnis.“

Zeche Erin, Wasserschloss Bladenhorst und das Schiffshebewerk

Und was empfehlen die großen Touristiker nun den Menschen, die sie nach Castrop-Rauxel bringen wollen, als besondere Sehenswürdigkeiten? Die „Steinkohlezeche Erin“, das „bezaubernde Wasserschloss Bladenhorst“, die „stolze St.-Lambertus-Kirche“, das „alte Schiffshebewerks Henrichenburg“ sowie der Stadtgarten, „ein beliebtes Freizeitgelände für Einheimische und Städtereisende. Schattige Linden, Platanen und Buchen, ein bezaubernder Rosengarten, ein Gondelteich mit Nilgänsen und Enten sowie ein kleiner Wasserfall laden zu mußevoller Entspannung ein.“

Das ist typisch für Castrop-Rauxel

Das „bezaubernde Wasserschloss Bladenhorst“ empfiehlt die Internet-Reiseplattform Expedia.de Menschen als Sehenswürdigkeit, die zu einer Städtereise nach Castrop-Rauxel fahren. Foto: Uschi Bläss

Und welche Orte sind für Castrop-Rauxeler Heimat, die sie den Menschen, die in die Stadt kommen, zeigen würden? Christoph Kirchhelle, Braumeister im Haus Rütershoff, antwortet auf Facebook: „Heimat, das geht vom Erinturm über heimische Spezialitäten bis zu schönen, ruhigen Plätzen wie zum Beispiel der Wagenbruch.“ Ebenfalls auf Facebook schrieb Nutzerin Kai Anja: „Das Schloss Bladenhorst, den Erinturm, den Hammerkopfturm, die Rennwiese und die Halde Schwerin.“

Marlies Graeber hat ebenfalls mehrere Orte, die sie zeigen würde: „Ich würde zeigen (in dieser Reihenfolge): den Marktplatz in Castrop mit den schönen alten Häusern, das alte Rathaus (aber erst nach Renovierung), den Erinturm sowie das Schloss Bladenhorst und würde sicher dazu auch die Geschichte erzählen. Danach würde ich Goldschmieding und die Rennbahn aufsuchen.“

Das ist typisch für Castrop-Rauxel

Das Südbad würde Manfred Pietschmann Gästen der Stadt zeigen, „als ein besonderes Kleinod, welches Vergangenheit und Gegenwart versöhnt“. Foto: Felix Püschner

Manfred Pietschmann hat ähnliche Gedanken: „Als typische Orte und typische Bauwerke präsentiert unsere Stadt den Erin Park, entwickelt nach irischen Landschaften und damit im geschichtlichen Konsens mit unserer Vergangenheit, den Hammerkopfturm als Bauwerk des Kohleabbaus, welchen diese Stadt lange geprägt hat, die Halde Schwerin mit der besonderen Sonnenuhr, auch das Rathaus aber viel mehr das Südbad als ein besonderes Kleinod, welches Vergangenheit und Gegenwart versöhnt.“

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