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Ansiedlung in Castrop-Rauxel ist vom Tisch

Ikea sagt Nein zur grünen Wiese

Castrop-Rauxel Ikea will nicht mehr auf der grünen Wiese bauen. Damit ist auch die Ansiedlung in Castrop-Rauxel auf der sogenannten Xscape-Fläche nahe der Autobahn 42 endgültig vom Tisch. Die war aber eh immer mit gemischten Gefühlen beäugt worden.

Ikea sagt Nein zur grünen Wiese

So wird es auf der sogenannten Xscape-Fläche zwischen A45 und B235 in Zukunft nicht aussehen. Ikea hat die Planungen einer Ansiedlung in Castrop-Rauxel nun komplett verworfen. Foto: picture alliance / dpa

„Weg von der grünen Wiese – Ikea ändert Expansionsstrategie“ so war die Pressemitteilung von Ikea am Mittwochnachmittag überschrieben. Heißt konkret: Die Ansiedlung in Castrop-Rauxel ist vom Tisch. Das Xscape-Gelände, zwischen Autobahn 45 und B235 gelegen, das bislang dafür im Gespräch war, ist somit wieder zu haben.

Das sind die Reaktionen aus der Politik zum Ikea-Aus:

Bürgermeister Rajko Kravanja: „Dass Ikea nun seine Standortstrategie geändert hat, ist nicht so überraschend, weil wir auch schon seit längerer Zeit keine Rückmeldungen des Unternehmens mehr erhalten haben. Wir hätten die Diskussion über eine Ansiedlung in Castrop-Rauxel geführt, aber die Diskussion über die Gewerbeflächen in den letzten Wochen hat auch gezeigt, dass wir die Fläche am Stadtmittelpunkt dringend für unsere wirtschaftliche Entwicklung benötigen.

Und dass sich auch so große Unternehmen wie Ikea für diese Fläche interessiert haben, stimmt uns für die Zukunft positiv, dass wir dieses Castrop-Rauxeler „Filetstück“ mittel- bis langfristig vermarkten und Arbeitsplätze generieren können.“

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Daniel Molloisch (SPD): „Es ist zwar schade, dass Ikea sich nicht in Castrop-Rauxel ansiedelt, aber ich denke wir finden eine gute Verwendung für die Fläche. Sie wurde bislang freigehalten für Ikea, einigen Interessenten wurde abgesagt vonseiten der Wirtschaftsförderung. Wir wissen von Handwerksbetrieben, die Probleme haben, eine Fläche für ihren Betrieb zu finden. Vielleicht ist es ja möglich, an dieser Stelle einen Gewerbe- oder Handwerkspark zu errichten. Ich gehe davon aus, dass sich Betriebe dafür finden, auch aufgrund der Nähe zur A42.“

Michael Breilmann (CDU): „Es gilt nun nach vorne zu schauen und sich noch intensiver um eine Ansiedlung von Gewerbe auf dieser Fläche und auf weiteren Flächen in der Stadt zu bemühen. Dazu gehört zunächst die weitere Ausweisung von Gewerbeflächen. Weil sich die ehemalige Koalition aus SPD und Grünen nicht über die zukünftige Nutzung der ehemaligen Xscape-Fläche einigen konnte, ist im Flächennutzungsplan an dieser Stelle schlicht ein weißer Fleck.

Dass uns dieses Potenzial nicht zur Ansiedlung von Gewerbe oder Handel und damit zur Schaffung von Arbeitsplätzen bereitsteht, ist skandalös. An keiner anderen Stelle im Stadtgebiet können wir noch eine Fläche aufweisen, die quasi einen eigenen Autobahnanschluss sowie eine hinreichende Größe für attraktive Unternehmen aufweist und deren Nutzbarmachung keinen erheblichen Eingriff in die Ökologie bedeutet.

Auch die ehemalige Ampelkoalition und Bürgermeister Kravanja haben es vier Jahre lang verschlafen, diesen Zustand zu ändern. Seit Jahren fordert die CDU, dass wir die Fläche für Gewerbe ausweisen. Durch nunmehr wechselnde Mehrheiten werden wir als Union entsprechende Mehrheiten dafür suchen.“

Ikea sagt Nein zur grünen Wiese

So wie hier in der Fußgängerzone von Hamburg-Altona stellt sich Ikea künftig sein Konzept vor. Foto: dpa

Nils Bettinger (FDP): „Nun, niemand hat die Fläche für Ikea reserviert. Deshalb bleibt sie halt in der Vermarktung. Ich sehe auch keinen Anlass, aufgrund der Ikea-Nachricht in Aktionismus zu verfallen. Wir wünschen uns weiterhin einen Investor mit Ideen für Projekte mit Zugkraft und Arbeitsplätzen für unsere Stadt. So ein Investor kommt aber bekanntermaßen nicht jeden Monat um die Ecke.“

Ingo Boxhammer (Die Linke): „Wenn Ikea Realität würde, wäre die Innenstadt tot. Die Bebauung auf der Grünen Wiese macht den Einzelhandel kaputt und ist einfach zentrenschädlich.

RUHRGEBIET Ikea hat seine Pläne für neue Standorte im Ruhrgebiet über den Haufen geschmissen. Die neuen Häuser sollen möglichst gut erreichbar sein, wie zum Beispiel in der Innenstadt. Während einige Städte ihre Hoffnungen begraben können, können sich andere über große Chancen freuen.mehr...

Uli Werkle (Bündnis 90/Die Grünen): „Wir waren eh nicht dafür, dass Ikea dort baut. Die Fläche ist das Eingangstor zur Stadt. Wenn dort gebaut wird, sollte es etwas Werthaltiges sein. Also kein Logistiker und auch nicht Ikea.“

Harald Piehl (FWI): „Es ist wie es ist. Ikea wird es wohl nicht in die Castroper Altstadt ziehen. Wir hätten die Ansiedlung von Ikea wegen der damit verbundenen Kaufkraft nicht schlecht gefunden, aber man sollte da jetzt nicht hinterhertrauern. Verwunderlich ist nur, dass Ikea nach jahrelangen Planungen plötzlich so eine Kehrtwende macht.“

Magdeburg. Der schwedische Möbelkonzern Ikea sucht neue Grundstücke in Deutschland. Die Zahl der Möbelhäuser soll auf lange Sicht von 52 auf bundesweit 70 steigen, konkret geplant sind bereits fünf neue Standorte.mehr...

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