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Konzept für Gabionen soll endlich her

Grün für Steinwände

Die FDP stellt jetzt einen Antrag zu den Steinwänden an der B 235/Klöcknerstraße. Wilder Wein oder was auch immer soll die Gabionen begrünen, die vor neun Jahren erstellt worden sind.

Castrop-Rauxel

von Abi Schlehenkamp

, 11.06.2018
Konzept für Gabionen soll endlich her

Ausnahmsweise hängt mal nichts an dieser Gabione an der Habinghorster Straße. © Volker Engel

Gerade hängt kein Plakat mit Glückwünschen an den Gabionen. Jenen hohen Mauern an B 235 und Klöcknerstraße, die mit grauen Steinen befüllt sind und für Lärmschutz sorgen. Dass dort tatsächlich nicht mal eine Fahne hängt oder eine Werbung ist die absolute Ausnahme. Verboten ist das an diesen Mauern allemal. Offenbar hat der zuständige EUV-Stadtbetrieb hier für Ordnung gesorgt. Und die seit mehreren Monaten hängenden Transparente entfernt.

Ausschüsse sollen beraten

Auf das Ärgernis hat die FDP in einem Antrag an den Umweltausschuss und den Betriebsausschuss 1 hingewiesen, die beide noch in diesem Monat das letzte Mal vor der politischen Sommerpause tagen. Der Fraktionschef der Liberalen, Nils Bettinger, sagt: „Wir möchten ein verbindliches Konzept zur Pflege und Gestaltung der Gabionen. „Vor acht Jahren sind die Gabionen dort im Zuge des Baues der Klöcknerstraße errichtet worden, um die Anwohner der Hertastraße und der Hertzstraße vor dem Lärm des Straßenverkehrs zu schützen.

Ersatzbepflanzungen lange geplant

Die Wände sind mehrere 100 Meter lang und sollten eigentlich dauerhaft begrünt werden. Dies, zusammen mit Ersatzbepflanzungen auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände auch als kleiner Ausgleich dafür, dass vor neun Jahren die hohe grüne Böschung zugunsten der neuen Klöcknerstraße aufgegeben werden musste. Dabei handelte es sich immerhin um 7500 Quadratmeter, auf denen Bäume und Sträucher platt gemacht wurden. Hatte der EUV zunächst wilden Wein gesetzt, darbte der jämmerlich vor sich hin und vertrug die Abgase aus den Auspuffrohren offenbar nicht.

Knöterich wurde auch zum Problem

Knöterich, der schneller wucherte, wurde dann zum Problem, weil er möglicherweise die Statik gefährden könnte. So jedenfalls die Aussage schon vor geraumer Zeit im Umweltausschuss, wo Hilde Krusch (FWI) sich regelmäßig nach dem Pflanz-Fortgang erkundigt hatte. Nils Bettinger schreibt in seinem Antrag: „Im März 2017 äußert sich der EUV mit der Idee, nun wilden Wein zu setzen.“ Im Jahr 2018 sei man also wieder dort, wo man angefangen habe. Aus Sicht der FDP-Fraktion sei es an der Zeit, das Problem nun zu lösen.

Ausschüsse
  • Der Umweltausschuss tagt am Dienstag, 26. Juni, um 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus.
  • Der Betriebsausschuss 1 tagt am Mittwoch, 27. Juni, ebenfalls um 17 Uhr im Rathaus.
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