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Kornblume und Marienkäfer

CASTROP-RAUXEL "Dieser schwarze Holunder ist in Castrop-Rauxel am häufigsten vorzufinden", erklärte der Dipl.-Geogr. Götz Heinrich Loos den anderen Experten am Sonntag im Naturschutzgebiet Langeloh.

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Jede einzelne Pflanze wurde katalogisiert.

Viele Pflanzenarten wurden von den Experten ganz genau unter die Lupe genommen und dokumentiert.

 

Zum zehnten Geo-Tag der Artenvielfalt organisierte der Bochumer Botanische Verein und der BUND Herne eine Begehung des Gebiets an der Bochumer Straße, um die Artenvielfalt der heimische Flora und Fauna zu katalogisieren.

"Wir rechnen mit etwa 20 Experten und weiteren 40 Besuchern", sagte Biologin Corinne Buch. Schon am Samstagabend machten sich die Naturfreunde auf, um Fledermäuse und Feuersalamander zu suchen. "Für die Fledermäuse war einfach nicht das richtige Wetter, aber dafür haben wir gut ein Dutzend Salamander gefunden", berichtete sie.

Am Sonntag gingen die wissbegierigen Besucher und Experten im Naturschutzgebiet, das durch einen ehemaligen Bachlauf einst abgegrenzt, zu Herne und Castrop-Rauxel gehört, auf die Suche nach Gräsern, Sträuchern und Blumen.

Auch Tiere zählen

"Letztes Jahr haben wir fast 800 verschiedene Arten gezählt. Mal sehen wie viele es heute werden", war Organisator Ingo Hetzel gepannt. Nicht nur die Pflanzenwelt, auch sämtliche Tiere werden in die Zählung mit aufgenommen. "Wir haben hier Gruppen für Käfer, Pilze, Spinnen, Schnecken und Insekten im Allgemeinen." Schon auf den ersten Metern wurden die Botaniker fündig. Die meisten Pflanzen werden auf einer Namensliste, auf der alle Arten in NRW verzeichnet sind, abgehakt. Besonderheiten werden extra aufgeschrieben und mit einer genauen Beschreibung des Fundortes versehen.

Mancher Besucher war schnell mit seinem Latein am Ende, wenn es um die korrekte Benennung geht - nicht aber die Experten. Ohne ein Augenzwinkern beteten sie die lateinischen Namen herunter. Im Zweifelsfall wird auch noch mal unters Mikroskop und in Bücher geschaut.

Vieles hat sich verändert, wissen die Fachleute. Waren vor 100 Jahren noch die Felder von blauen Kornblumen übersät, findet man diese heute nur noch selten. "Die Artenvielfalt ist einfach schwächer geworden", erklärt Dr. Armin Jagel, während er seine Liste durchgeht.

Arten kommen und gehen

"Durch die veränderte landwirtschaftliche Nutzung und sauren Regen verschwinden manche Arten, oder werden von sich weiter verbreitenden verdrängt" Nicht nur das Bild der Flora hat sich gewandelt, auch in der Fauna hat sich einiges getan. "Diese asiatischen Marienkäfer haben wir erst seit drei Jahren hier", berichtet Götz Heinrich Loos. "Sie scheinen zwar nicht die heimischen Arten zu verdrängen, aber man sieht sie schon öfter."

Zum Abschluss des Tages stellten die Naturfreunde ihre Ergebnisse vor und präsentierte ihre besonderen Funde.  

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Jede einzelne Pflanze wurde katalogisiert.

Viele Pflanzenarten wurden von den Experten ganz genau unter die Lupe genommen und dokumentiert.

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