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Markt-Basta von SPD und CDU sorgt für Ärger

Castroper Wochenmarkt

Die Nachricht, dass SPD und CDU am Wochenmarkt in der Altstadt ohne weitere Diskussion festhalten wollen, hat für Reaktionen gesorgt. Auf Facebook, aber auch bei FDP und Grünen. Die sind sauer.

Castrop

von Thomas Schroeter

, 19.06.2018
Markt-Basta von SPD und CDU sorgt für Ärger

Der Markt soll in der Altstadt bleiben, sagen SPD und CDU. Darüber muss noch diskutiert werden, sagen FDP und Grüne, die für einen Wochenmarkt auf dem Marktplatz sind. © Anneliese Rathof

Auf Facebook setzen sich viele unserer Leser nach wie vor für einen Wochenmarkt auf dem dafür ursprünglich vorgesehenen Marktplatz ein. Es gibt zwar auch viele Stimmen, die die Situation mit dem Markt in der Fußgängerzone loben, es hagelt aber nach wie vor auch massive Kritik am Ist-Zustand und der Tatsache, dass der Marktplatz so als reiner Parkplatz missbraucht werde. Richtig auf der Palme aber sind die FDP und die Grünen.

Bettinger: „Ungeheuerlicher Vorgang“

Von einem „ungeheuerlichen Vorgang“ spricht FDP-Chef Nils Bettinger. Die Liberalen erzürne, dass das Verfahren, das im letzten Jahr beschlossen wurde, vollends nicht umgesetzt werde. „EUV und Stadtverwaltung haben den Ratsbeschluss vom letzten Jahr zwischenzeitlich bis zur Unkenntlichkeit gebeugt – dass jetzt auch noch die letzten vereinbarten Verfahren einfach über Board geworfen werden sollen, ist eine demokratische Bankrotterklärung der neuen großen Koalition aus SPD und CDU hier in Castrop-Rauxel“, echauffiert sich Bettinger.

Die Kritik: Vereinbart sei gewesen, dass das Konzept, den Markt in der Innenstadt stattfinden zu lassen, nach einem Jahr auf den Prüfstand sollte und dann ergebnisoffen darüber diskutiert wird. Die FDP fordert die Umsetzung des vereinbarten Verfahrens. Das heiße: Durchführung einer neuen Befragung und Abgleich mit den Ergebnissen vor dem Umbau. Darüber hinaus eine politische Diskussion und Austausch von Argumenten.

Grüne sind entsetzt über das Vorgehen

„Jetzt sehen wir, wie ernst es den großen Parteien mit einer offenen Diskussionskultur ist“, so Grünen-Fraktionschef Bert Wagener. „Ohne weiteren Diskussionsprozess und ohne beschlossene umfassende Evaluation soll die Festschreibung des Marktes in der Fußgängerzone festgeschrieben werden.“ Die Grünen zeigen sich entsetzt über dieses Vorgehen.

Mit viel Aufwand sei der Marktplatz für das Marktgeschehen gestaltet worden. Bäume seien versetzt und unterirdische Anschlüsse für Wasser und Strom der Markthändler eingebaut worden.

„Kein Rettungskonzept an Markttagen“


Wagener: „Um den Markt aus ideologischen Gründen in der Innenstadt zu halten, müssen wieder hohe Finanzmittel investiert werden, um nur eine annähernde Qualität für die Bürger und Händler zu erreichen.“ „Damit haben wir aber noch lange kein Rettungskonzept für die Innenstadt an Markttagen“, ergänzt Notburga Henke. „Die Innenstadt ist viel zu schmal, um mit Gerät an Markttagen eine Rettung durchführen zu können.“

Aufgrund der überwältigend großen Mehrheit der SPD/CDU-Groko im Rat schienen solche Argumente aber nicht mehr zu zählen, so die Grünen, die ebenso wie Bettinger darauf hinweisen, dass man immer für den Wochenmarkt auf dem Markt votiert habe.

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