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Nachbar lotste Gebert zur HSG

CASTROP-RAUXEL Mit gerade einmal 17 Jahren hat Rafael Gebert den Sprung in die erste Mannschaft des Handball-Bezirksligisten HSG Rauxel-Schwerin geschafft. Der Obercastroper im Sportler-Porträt.

Nachbar lotste Gebert zur HSG

Bei seinem zweiten Einsatz im Bezirksliga-Team der HSG Rauxel-Schwerin erzielte Rafael Gebert (im Wurf) drei Tore binnen 15 Minuten gegen den Waltroper HV.

Nicht wenige Zuschauer in der ASG-Sporthalle staunten dabei über den selbstbewussten Auftritt des Nachwuchshandballers in der letzten Viertelstunde gegen den Waltroper HV. Drei wichtige Tore steuerte Gebert zum 28:28 bei, das in dieser Saison den ersten Punktgewinn der HSG bedeutete.

Der Youngster, der in dieser Saison zuvor bereits regelmäßig für die zweite Mannschaft aufgelaufen war, fand nur einen Aspekt des höherklassigen Spiels gewöhnungsbedürftig. "Die Gegenspieler in der Bezirksliga sind körperlich deutlich stärker." Bereits in der Vorwoche hatte der sprunggewaltige 17-Jährige im Spiel in Oespel-Kley dreimal getroffen. Er selbst sieht seinen Aufstieg in die erste Mannschaft gelassen: "Ich profitiere zur Zeit davon, dass viele Stammspieler verletzt oder im Urlaub sind."

Seit 2000 am Ball

Einer dieser Urlauber ist auch derjenige HSG-Akteur, der maßgeblich dafür verantwortlich zeichnet, dass Rafael zum Handball kam: 1998 nahm Felix Zimmer den Nachbarsjungen mit zu einem Training. Gebert fand Gefallen an dem Sport und läuft seit 2000 für die Jugendmannschaften der Rauxel-Schweriner auf. Mittlerweile hat sich das Engagement zu einer dreifachen Aufgabe für den Teenager entwickelt: Gebert nimmt am Trainings- und Spielbetrieb der ersten und zweiten Mannschaft sowie der A-Jugend teil. Das bedeutet vier Einheiten pro Woche, die der ambitionierte Sportler mit regelmäßigen Besuchen im Fitness-Studio zusätzlich untermauert. "Ich möchte mich weiter verbessern", lautet seine Devise.

Von Go verabschiedet

Kein Wunder, dass für ein weiteres Betätigungsfeld, auf dem der Obercastroper Erfolge verzeichnete, keine Zeit mehr bleibt. Während seiner Schulzeit an der Willy-Brandt-Gesamtschule war Gebert Mitglied des Go-Teams, das unter anderem die Deutscher Vize-Meister der Schüler wurde. Obwohl der betreuende Lehrer Horst Timm seinem ehemaligen Schützling großes Talent für das asiatische Brettspiel bescheinigt, hat sich Gebert komplett vom Go verabschiedet: "Einige meiner Freunde spielen noch, ich finde keine Zeit mehr dafür; man muss sich sehr intensiv mit diesem Spiel befassen, um Erfolg zu haben."

In den Stamm der Ersten spielen

Mittlerweile hat Rafael auch die WBG verlassen und bastelt am Berufskolleg an seinem Fachabitur. Polizist ist sein Berufswunsch, auch ein sportwissenschaftliches Studium kann sich der Nachwuchshandballer vorstellen. Bei der HSG will er sich längerfristig in den Stamm der ersten Mannschaft spielen, bleibt aber auch nach den ersten beiden starken Auftritten auf dem Teppich. "Mal sehen, wie sich das Ganze weiterentwickelt", sagt der 17-Jährige.

Das Umfeld bei den "Großen" stimmt für ihn in jedem Fall. "Die Arbeit mit Trainer Dirk Rogalla macht sehr viel Spaß", berichtet Rafael Gebert. "Auch die älteren Spieler im Team kenne ich schon länger." Ambitionen auf einen Vereinswechsel hat er dementsprechend keine. "Im Jugendbereich hat es noch keine Angebote von anderen Clubs gegeben."

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