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Stillstand vorbei

Projekt Neue Mitte steht wieder auf der Tagesordnung

MERKLINDE Nach gut zweieinhalb Jahren Stillstand kommt wieder leichte Bewegung in das Städtebauprojekt Neue Merklinder Mitte. Der Baubeginn soll nicht mehr Jahre auf sich warten lassen.

Projekt Neue Mitte steht wieder auf der Tagesordnung

Noch öd und leer: Blick auf die Neue Merklinder Mitte von der Wittener Straße aus.

„Entscheidungen sind zwar noch nicht gefallen, doch die Angelegenheit liegt ganz oben auf dem Schreibtisch und ich bin intensivst in der Sachstandsaufbereitung für die Gesellschafter“, erklärte Stefan Mohr, Geschäftsführer des federführenden Essener Investors Dihag Grundbesitz GmbH gegenüber unserer Redaktion. „Ich möchte das Thema noch in diesem Jahr abgeschlossen und die Marschrichtung festgelegt haben“, gab Mohr den von ihm gewünschten Zeitplan vor. Allerdings, so schränkte er ein, sei vieles auch von externen Faktoren abhängig, die er nicht beeinflussen könne. 2013, so Mohr, solle aber in jedem Fall der Baubeginn erfolgen.

 Das mit Abstand größte Bauvorhaben im Stadtteil Merklinde seit dem Bau der Harkortsiedlung vor gut 60 Jahren war nach dem überraschenden Tod von Dihag-Chef Heinrich Grütering ins Stocken geraten, der Kontakt zur Stadtverwaltung lag zeitweilig über Monate auf Eis.  Ein rechtsgültiger Bauplan für das Gelände rund um die Marienkirche liegt bereits seit 2010 vor. Geplant sind auf dem etwa zwei Hektar großen Gelände des früheren Gleisdreiecks 37 Wohneinheiten. Die Bebauung soll von der Wittener Straße her erfolgen, die Lücke an der B 235 aber später wieder durch Geschossbauten geschlossen werden. Während der Sanierungsarbeiten an der B 235 diente das Gelände teilweise als Schuttlager. Nach dem Willen der Planer ist auch ein Abriss des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses Orgelmacher vorgesehen, auf dessen Gelände ein Seniorenwohnheim entstehen soll. Es befindet sich allerdings nach wie vor in Privatbesitz.

 Final angebunden wird das neue Wohngebiet nach seiner Fertigstellung über die Johannesstraße. Diese Lösung war zeitweilig auf scharfen Widerstand der Anwohner, insbesondere der Betreiber des Bürgerzentrums Marienschule gestoßen, die eine erhebliche Gefährdung für die Kinder sehen. Die Johannesstraße, die vor Gründung der Stadt Castrop-Rauxel 1926 Schulstraße hieß, war seit jeher Sackgasse, weil sie im Osten durch die Emschertalbahn begrenzt wird.  Das neue Stück soll gemäß einem Bürgerantrag Bischof-Rettler-Straße heißen, weil dort das Elternhaus des ehemaligen Bischofs von Bacabal steht. Sein 100. Geburtstag 2015 wäre eine ideale Gelegenheit, die Straße offiziell einzuweihen.

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