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Sascha Beleijew: "Die Kritik entspricht nicht den Tatsachen"

CASTROP-RAUXEL Im Rahmen unserer Berichterstattung zu den Feld-Stadtmeisterschaften im Juniorenfußball wurde immer wieder das Nichtantreten der Spvg Schwerin im Finale der E- und D-Jugend thematisiert (unter anderem in Leserbriefen). Sascha Beleijew, Sportlicher Leiter der Spvg, nimmt in einem Interview Stellung dazu.

Sascha Beleijew: "Die Kritik entspricht nicht den Tatsachen"

Sascha Beleijew, Sportlicher Leiter der Spvg Schwerin, hat ein dickes Fell.

Herr Beleijew, Sie möchten ausdrücklich zu den Leserbriefen zum Thema Stadtmeisterschaft Stellung beziehen . Warum? Beleijew: Wir haben eigentlich ein dickes Fell, weil wir es gewohnt sind, dass man uns nicht immer unbedingt wohlgesonnen ist. Da aber in diesem Fall in dem ein oder anderen Leserbrief die Fakten einfach falsch dargestellt worden sind, sind wir als Vorstand verpflichtet, Stellung zu nehmen, um Schaden vom Verein abzuwenden.

Wie stehen Sie zu der Kritik, die Spvg Schwerin hätte sich durch den Nichtantritt in den beiden Finalspielen sportlich nicht fair verhalten ? Beleijew: Diese Kritik entspricht nicht den Tatsachen. Wir haben schon zum Zeitpunkt der Terminierung des Finalwochenendes darauf hingewiesen, dass wir uns dann mit der E- und D-Jugend zur Abschlussfahrt auf Norderney befinden. Wir haben ausdrücklich gesagt, dass wir bei einem eventuellen Finaleinzug nicht antreten könnten und haben angeboten, die Spiele an einem anderen Tag auszutragen, wenn wir beteiligt sein sollten. Das ist meines Wissens nach abgelehnt worden.

Hätte man die Fahrt nicht anders legen oder noch absagen können? Beleijew: Diese Fahrt ist vor einem Jahr geplant worden, da standen die Termine für die Stadtmeisterschaft noch gar nicht fest. Erst im Februar oder März dieses Jahres wurde der Termin festgelegt. Da war es natürlich zu spät, eine solche Fahrt, die mit großem organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden ist, einfach so abzusagen.

"Wir wollten den Kindern nicht das Erfolgserlebnis nehmen!"

Hätte die Spvg nicht komplett auf ein Antreten verzichten können? Beleijew: Es war nicht unser Part, vom Spielplan gestrichen zu werden. Wir haben uns gesagt: Wenn wir eingeladen sind, treten wir auch an. Als der Plan heraus kam, haben wir nochmals ausdrücklich erklärt, dass wir am Endspieltag nicht da sind. Spätestens da hätte man sich an einen Tisch setzen können und mit allen Beteiligten, sprich Vereinen, Ausrichter Arminia Ickern und der veranstaltenden Sportjugend im SSV eine vernünftige Lösung entwickeln können.

Wir wollten schließlich nicht den anderen Kindern das Erfolgserlebnis nehmen, aber unseren Kindern eben auch nicht. Vielleicht hätte sich ja auch in der Vorrunde alles sportlich geklärt.

Trotzdem wirft man der Spvg Arroganz vor? Beleijew: Wie man es macht, macht man es verkehrt. Wären wir von vorn herein nicht angetreten, hätte es geheißen: Guck mal, die meinen, sie hätten schon gewonnen, ohne überhaupt gespielt zu haben. Ich glaube nicht, dass der sportliche Erfolg, den die Spvg Schwerin in den letzten Jahren hatte, mit Überheblichkeit oder Arroganz zu erreichen gewesen wäre.

Dahinter steckt großes Engagement für die Kinder, denen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten die bestmögliche fußballerische Ausbildung zukommen lassen wollen.

 

 

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