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"Save the planet" druckt T-Shirts für EBG-Schüler

HABINGHORST 580 Euro hat die Klasse 10e des Ernst-Barlach-Gymnasiums für den Druck von 29 T-Shirts an ein Castroper Unternehmen gezahlt, aber die Ware nie gesehen. Weil es am Mittwoch aber schon im "Einheitslook" zur Abschlussfahrt nach Berlin gehen soll, sprang der Verein "Save the Planet" in die Bresche und druckte am Montag in seiner Wurstküche, was das Zeug hält.

"Save the planet" druckt T-Shirts für EBG-Schüler

Der Verein Save the Planet half der Klasse 10e aus der Patsche und sponsorte neue T-Shirts.

Wegen Insolvenz geschlossen - das mussten die Schüler in der vergangenen Woche auf der Eingangstür der beauftragten Druckerei lesen. Franz Niewelt, Michael Stern und Peter G. Schäfer von "Save the Planet" bekamen Wind von der Sache und kontaktierten die Klasse am Donnerstag.

"Dieses Negativerlebnis konnten wir so nicht stehen lassen. Frust ist nicht gut, deshalb wollten wir etwas Positives machen", erklärte gestern Franz Niewelt.

Druckerei für Drogenhilfe-Projekt aufgebaut

Für überwiegend lokale Auftraggeber wie die Stadtverwaltung, Schulen, Vereine oder das WLT bedruckt der Verein an der Hugostraße regelmäßig Textilien im Siebdruckverfahren. "Vor 15 Jahren haben wir die Druckerei im Rahmen eines Drogenhilfesprojekts 'Ducken statt Drücken' ins Leben gerufen', erzählt Franz Niewelt, der Geschäftsführer der Drogenberatung im Ostvest ist. Das Projekt gibt es zwar schon lange nicht mehr, die Druckerei aber ist geblieben.

Absolute Begeisterung bei erleichterten Schülern

Seitdem kümmert sich "Save the Planet" um den Fortbestand, bindet die Druckarbeit immer wieder in Projekte ein. Peter G. Schäfer, der Kunstlehrer am Adalbert-Stifter-Gymnasium ist, entwirft Motive. Am T-Shirt der 10e hat er über das Wochenende gearbeitet, so dass am Montag ab 11 Uhr gedruckt werden konnte.

Mit absoluter Begeisterung nahmen die Zehntklässler das Endprodukt nachmittags in Empfang. "Leider konnten wir Eure Namen nicht einzeln auf die T-Shirts drucken. Das ist beim Siebdruck zu aufwändig", entschuldigte sich Franz Niewelt, "dafür habt Ihr aber nun alle Namen auf der Vorderseite zusammen. Das hat doch auch historischen Wert!"

Diebisch gefreut haben sich die EBG-Schüler aber vor allem über die gelungene Rückseite. Dort steht in Anspielung auf die erlebte Misere: "Wegen Insolvenz geschlossen".

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