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150 Grundschüler bei den Feldspielen

Kinder lernten Landwirtschaft spielerisch kennen

Für die achtjährige Grundschülerin Hannah Seeliger war der Donnerstag ein ganz besonderer Tag. Sie lebt zwar im ländlichen Schermbeck, hat aber bislang noch niemals einen Bauernhof besichtigt.

Schermbeck

von Helmut Scheffler

, 08.06.2018
150 Grundschüler bei den Feldspielen

Landwirt Heinz-Gerd Fengels erklärte den Kindern Besonderheiten der einzelnen Getreidesorten. Foto: Helmut Scheffler

Bei den Feldspielen, die die Interessengemeinschaft Schermbecker Landwirte (ISL) seit 1991 mit beiden Schermbecker Grundschulen veranstaltet, lernten 150 Kinder in Rüste den Hof von Martin und Meggie Hülsmann kennen und wurden von Rainer Kremer, Sprecher der Schermbecker Landwirte, begrüßt.

Sechs Stationen wurden angeboten, an denen jeweils zwei bis drei Landwirte aus verschiedenen Ortsteilen landwirtschaftliche Themen erklärten und anschließend spielerisch den Lernerfolg testeten.

An der Wildkräuterstation machten Martin Dickmann und Melanie Paus den Unterschied zwischen gewünschten und unerwünschten Kräutern klar. Während Kamille und Löwenzahn für die menschliche Ernährung recht nützlich sind, sorgen Melde und Kletten eher für Ärger im heimischen Garten.

Marder und Dachs

Ein Stückchen weiter warteten Ulrich Körschgen und Wilhelm Friedrich mit der Waldschule des Hegerings Schermbeck, um den Kindern die heimischen Tierarten vorzustellen. Rothirsch und Rehe gehörten ebenso dazu wie Wildschwein, Fuchs, Dachs und Marder, die als präparierte Tiere gezeigt und gestreichelt werden konnten.

Geschichtliche Fakten lernten die Kinder am Kartoffelstand von Hermann Nienhaus und Rainer Kremer ebenso kennen wie die vielfältige Verwendung der Kartoffel auf dem heimischen Speisezettel.

„Ihr wart alle Spitze, habt gut zugehört und nachgefragt. Es machte richtig Spaß, mit euch zu arbeiten“, bescheinigte Rainer Kremer den Kindern am Ende. Riesiger Jubel bracht aus, als die Klasse 3a der Gemeinschaftsgrundschule als Siegerin vorgestellt wurde.

„Die Kinder sollen die Art und Weise der Lebensmittelproduktion kennenlernen“, nannte Kremer als Ziel der Feldspiele. Der Abstand der Bevölkerung zur Landwirtschaft wachse, das Informationsbedürfnis sei aber nach wie vor vorhanden.