Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Abiturienten unter Zugzwang

DORSTEN Wer will seine Matheklausur nachschreiben? Petrinum-Leiter Wolfgang Gorniak stellte seinen Abiturienten am frühen Dienstagmorgen die folgenschwere Frage.

Abiturienten unter Zugzwang

Petrinumleiter Wolfgang Gorniak erläuterte seinen Abiturienten die komplizierten Einzelheiten der zweiten Runde der Mathe-Klausur.

 „Herr Gorniak für dich.“ Von seinem Bruder Jonas bekommt Abiturient Magnus das Telefon überreicht. Mit erstauntem Gesicht, leicht blass, nimmt er das Gespräch entgegen. Doch Entwarnung, nichts Schlimmes. Viele Telefongespräche führte Petrinum-Schulleiter Wolfgang Gorniak an diesem Montag Nachmittag. Alle Abiturienten der Mathematikkurse mussten informiert werden. Die Meldung des Schulministeriums war erst einige Stunden alt: Wer will, darf seine Matheklausur noch mal schreiben! Deshalb fand gestern Morgen  in der Aula des Gymnasium Petrinum eine Gesprächsrunde statt. Schon vor Beginn der Informationsstunde gab es viele Diskussionen auf dem Schulhof. „Soll ich oder soll ich nicht?“ So ist eine Schülerin mit elf Punkten (Note: 2) vorzensiert, Ergebnis der schriftlichen Prüfung: 1 Punkt  (5-). „Ich schreibe auf jeden Fall noch einmal“, eine klare Antwort. Bei einer anderen Schülerin sieht es anders aus, Vornote zwölf Punkte (2+), Ergebnis sechs Punkte (4+). „Ich überlege noch.“ Überlegen kann man noch bis Freitag, 12 Uhr. Es wird alles sehr eng. „Wenn ihr schreiben wollt, dann am nächsten Dienstag“, so Wolfgang Gorniak in der Aula. Zusammen mit Mathematiklehrerin Maren Klaeßen informieren sie die Schüler. Der Schulleiter, sichtlich sauer auf das Chaos aus Düsseldorf, erklärt den Abiturienten das komplizierte Verfahren.

Absoluter Stress für alle Beteiligten

Entscheiden bis Freitag, 12 Uhr, am gleichen Nachmittag die Schüler dem Ministerium melden. Dienstag: schriftliche Arbeit. Absoluter Stress für die Lehrer. „Eine Korrektur unter zwei Stunden pro Arbeit ist nicht möglich“, so Gorniak. Donnerstag: Arbeiten zur Stützpunktschule geben, Gegenkorrektur. Weiter mit der Abweichprüfung, falls nötig, Abitur neu berechnen. Jetzt wird einigen Schülern klar, dies ist bis zur Abiturfeier am 20. Juni nicht möglich. „Dann gibt es vorläufige Zeugnisse, mit denen man sich nicht bewerben kann“, erklärt Gorniak. Die letzte Formalität des Morgens: jeder Schüler unterschreibt eine Erklärung, ob er die Prüfung wiederholen will oder nicht. Abiturienten, die noch unschlüssig sind, haben Bedenkzeit bis Freitag.   » www.schulministerium.nrw.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dorsten 2209 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei 2017 auf Dorstens Straßen, 75 weniger als im Vorjahr. Auffällig: Verletzt wurden viele Radfahrer und Motorradfahrer – so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Auch Kinder waren überdurchschnittlich oft an den Unfällen beteiligt. mehr...

Dorsten Im Februar hat die Familie Vortmann schon mit den Pflanzen zu tun, die ab Mai die roten Früchte tragen sollen. Der erfolgreiche Anbau erfordert moderne Technik, Erfahrung und ordentlich Ausdauer. mehr...

Ein Voodoo-Fluch mit großer Reichweite

Vater forderte 1000 Euro, um den Fluch aufzuheben

SELM/CASTROP-RAUXEL/DORSTEN Ein Voodoo-Schwur, der über 4700 Kilometer wirken soll, und ein Vater, der gnadenlos am Schicksal seiner Tochter mitverdient haben soll: Mit neuen Details ist am Freitag der Prozess um Menschenhandel und Zwangsprostitution fortgesetzt worden.mehr...

Kind spielte mit benutzter Spritze

Stunden der Angst nach Spritzenfund in Dorsten

Dorsten Ein kleines Kind hat in Dorsten stundenlang mit einer gebrauchten Thrombose-Spritze gespielt. Die Mutter fürchtete zunächst eine ernsthafte Infektion – und ärgert sich über einen offenbar gedankenlosen Patienten.mehr...

Deutsche Glasfaser will für schnelles Internet sorgen

Wer in Wulfen und Deuten will den Breitband-Ausbau?

Wulfen/Deuten Nach Lembeck, Rhade und Östrich möchte die Deutsche Glasfaser auch in Alt-Wulfen (einschließlich Westabschnitt) und Deuten für schnelles Internet sorgen. Bald startet die Nachfragebündelung für den Breitband-Ausbau.mehr...

Dorsten Am 22. Februar vor 25 Jahren öffnete die erste Tafel in Deutschland. Die Tafel in Dorsten ging vor 15 Jahren als Übergangshilfe an den Start – und muss bis heute Bedürftigkeit auffangen. Ein Blick hinter die Kulissen.mehr...