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Ausstellung ehrt Karl Korte

DORSTEN In den Köpfen seiner Petrinum-Schüler hat er sich als „Flieger-Korte“ verewigt. Doch eigentlich ist es der Kunsterzieher und Künstler Karl Korte, der in Dorsten sichtbare Spuren hinterlassen hat.

Ausstellung ehrt Karl Korte

Die Geschwister Ingrid Kreytenberg und Gerhard Korte mit Porträts, die ihr Vater in ihrer Kindheit anfertigte.

In diesem Jahr wäre der verdienstvolle Dorstener 100 Jahre alt geworden. Ein guter Grund, ihn mit einer Ausstellung zu feiern, beschlossen der Trägerverein Altes Rathaus und das Gymnasium Petrinum und laden am kommenden Sonntag zur Eröffnung ins Alte Rathaus ein.

„Die Bilder haben wir aus unserem Privatbesitz, aber auch von Freunden und Bekannten zusammengeholt“, erklären die Geschwister Gerhard Korte und Ingrid Kreytenberg, die sich gut und gerne an ihren begabten Vater erinnern. „Wenn er sonntags in der freien Natur malte, habe ich ihm oft Kaffee und Waffeln gebracht“, schmunzelt Ingrid Kreytenberg, die dem Beispiel ihres Vaters folgte, selbst als Kunsterzieherin am Petrinum beschäftigt war und nach ihrer Pensionierung als freischaffende Künstlerin erfolgreich arbeitet.

Lange auf dem Stuhl sitzen

Als kleines Mädchen mit feschen Zöpfen ist Ingrid Kreytenberg in der Ausstellung auf dem Kinderporträt zu sehen, das ihr Vater Ende der Vierziger Jahre von ihr malte. „Es war gar nicht so einfach, so lange still auf einem Stuhl zu sitzen“, lacht auch Gerhard Korte und zeigt auf das zweite Porträt, das ihn mit Lausbubenkopf und Lederhose zeigt.

Die Schülerzeichnung aus dem Jahre 1926 ist das früheste, die toskanischen Landschaften von 1973/75 die späteste Arbeit, die in der Ausstellung zu sehen sind. Zeitlich dazwischen liegen der gezeichnete Marabu aus seiner Studienzeit, das Porträt seiner Ehefrau Else, Sonnenblumenbilder und Stilleben.

Viele lokale Motive

„Die meisten Ölbilder entstanden in der Periode von 1945 bis in die späten 50er“, erklärt Schwiegersohn Gert Kreytenberg. Auch lokale Motive wie die Lippelandschaft und den Schölzbach im Winter setzte Karl Korte ins rechte Bild. „Er malte so lange Sonnenblumen, bis er endlich mit einer zufrieden war“, erinnert sich sein Sohn Gerhard, der noch eine weitere väterliche Eigenart verrät: „Wenn ihm ein Bild missfiel, legte er es in die Wasser gefüllte Zinkbadewanne, wrang das Papier aus und bemalte es neu.“ Spuren dieser interessanten „Crash-Technik“ sind auf einigen Stilleben deutlich zu sehen.  

Die Ausstellung wird am Sonntag, 8. Juni, um 17 Uhr im Alten Rathaus eröffnet. Die Einführung spricht Prof. Dr. Gert Kreytenberg. Sie ist samstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet und endet am Sonntag, 6. Juli.

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