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Beim Sternlauf zog Dorsten an einem Strang

1500 Teilnehmer

Dorsten hat am Sonntag Zusammenhalt demonstriert. Rund 1500 Menschen aus allen Stadtteilen kamen beim Sternlauf in den Bürgerpark „Stadtkrone“ und zogen symbolisch an einem Strang.

Dorsten

von Stefan Diebäcker

, 01.07.2018
Beim Sternlauf zog Dorsten an einem Strang

Vor der sonnenüberfluteten Bühne versammelten sich die meisten Sternlauf-Teilnehmer, als es ein bisschen „Programm“ gab. © Stefan Diebäcker

Wer zuletzt kommt, erhält den meisten Applaus. Als Bürgermeister Tobias Stockhoff und Kuratorin Marion Taube gerade zur Begrüßung ansetzen wollten, trudelten am Nachmittag unter dem Jubel der übrigen Teilnehmer die Deutener ein und radelten gleich bis zur Bühne durch. Dorsten war endlich komplett, der einmalige Sternlauf erfolgreich absolviert.

„Mit dieser Stadt ist etwas geschehen“

„Das trifft mich mitten ins Herz“, gab Marion Taube einen kleinen Einblick in ihre Gefühlswelt. „Glückshormone“ hatte sie auf ihre Art in den letzten Wochen verteilt und die Menschen animiert, die „Stadtkrone“ zu erobern. Und nun bekam sie ganz viele Emotionen zurück. „Seit dem Lippe-Polder-Park ist etwas mit und in dieser Stadtgesellschaft passiert, das ist wundervoll“, sagte sie.

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Sternlauf

01.07.2018
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Foto: Bludau - 01.07.2018 - Dorsten
Am Sonntagnachmittag kamen Bürgerinnen und Bürger aus allen elf Dorstener Stadtteile in den Freizeitpark Maria Lindenhof, der so genannten Stadtkrone. Dieser „Sternlauf zur Stadtkrone“ ist eine Idee, die im Bürgerforum Rhade entstanden ist. Die Gruppen hatten sich teils zu Fuß, teils mit Rädern aus ihren Ortsteilen auf den Weg gemacht. Am Ziel gab es ein buntes Familienfest. Im Park wurde aber auch an verschiedenen Stellen ein Picknick gemacht. Hierfür gab reichlich schöne Plätze auf dem großen Areal zwischen Lippe und Kanal.© Bludau

Viele waren zu Fuß gekommen, die „Nordlichter“ aus Lembeck, Rhade, Wulfen und Deuten meist mit dem Rad. Unterwegs hinterließen sie Spuren, malten das große Stadtkrone-Logo („M“) auf den Asphalt oder machten akustisch auf sich aufmerksam. „Wir haben zwischendurch gesungen“, bestätigte die Lembeckerin Ulla Küsters.

Ein Apfelbaum für jeden Ortsteil

Im Park angekommen, passierte erstmal nichts. Und das war auch der Plan. Die Menschen sollten das Programm sein, doch die zogen sich lieber grüppchenweise in den Schatten zurück. Erst als der Bürgermeister und die Kuratorin ein paar aufmunternde Worte gesprochen hatten, kamen die meisten Sternlauf-Teilnehmer vor die sonnenüberflutete Bühne.

Abgeordnete aller Stadtteile bekamen einen symbolischen Stern als Platzhalter für einen Apfelbaum, der im Herbst am essbaren Garten gepflanzt werden soll. Und ein kleines Tau, an dem die Dorstener auch künftig gemeinsam ziehen mögen. Das war dem Blasorchester St. Antonius und der Blasmusik St. Marien jedesmal einen Tusch wert.

Auch der Queen gefiel‘s in der Stadtkrone

Vier Partnerstadt-Gruppen machten beim Sternlauf ebenfalls mit, der Freundeskreis Crawley hatte sogar die Queen eingeflogen. Marita Kipinski fühlte sich merklich wohl in ihrer Rolle - wohl auch, weil das Wetter „viel besser“ als auf der Insel war. Of course!

Bürgermeister Tobias Stockhoff sprach schließlich von „76.000 Juwelen“, die Dorsten habe. Die elf Stadtteile seien ganz besondere Juwelen, die „genauso einzigartig und vielfältig wie die Menschen“ seien. Mit dem Sternlauf sei „ein deutliches Zeichen“ gesetzt worden, dass Dorsten zusammenhält und zusammengehört.

Jetzt ist es an den Dorstenern, ihrer Stadtkrone weiterhin die Ehre zu erweisen. Kuratorin Marion Taube hat ihr Ziel, den Park auf Maria Lindenhof ins Bewusstseit der Menschen zu holen, eigentlich schon erreicht. Aber ein bisschen weitermachen will sie schon noch, sicher ist sicher. „Ich werde mir jetzt aber genau überlegen, was ich der Stadt noch geben kann.“

Und was die Stadt ihr.