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Westnetz löst Irritationen über „Kunstflüge“ auf

Darum fliegt häufig ein weißer Hubschrauber über Dorsten

Dorsten Ein weißer Hubschrauber, dessen Pilot gewagte Manöver fliegt? Was eine Leserin aus dem Stadtsfeld am Mittwoch der Redaktion schilderte und immer wieder auch zu Fragen bei Facebook führte, hat einen simplen Grund.

Darum fliegt häufig ein weißer Hubschrauber über Dorsten

Die Besatzung eines solchen Hubschraubers der Firma Heli-Flight kontrolliert im Auftrag von Westnetz die Gashochdruckleitungen in Dorsten.

Der Gasversorger Westnetz kontrolliert auf diese Weise die Gashochdruckleitungen in Dorsten. Unternehmenssprecherin Katrin Frendo bestätigte auf Anfrage, dass das Unternehmen Heli-Flight aus Reichelsheim (Rheinland-Pfalz) regelmäßig im hiesigen Luftraum unterwegs sind, „mal im 14-tägigen Rhythmus, mal monatlich“.

Manchmal enge Kurven

Vorne sitzt der Pilot, hinten ein Fotograf, der im Bild festhält, was sich am Boden tut. „Manchmal muss der Pilot ein paar enge Kurven fliegen, um den Fotografen in die beste Position zu bringen. Das kann dann für Laien so aussehen, als würde er ein waghalsiges Manöver machen“, erklärt Katrin Frendo. Aber was tut sich am Boden, das regelmäßig kontrolliert werden muss? „Bei Bauvorhaben in der Nähe von Fernleitungen ist es wichtig, diese zu dokumentieren und rechtzeitig darauf hinzuweisen, wenn Gefahr drohen könnte“, sagt die Westnetz-Sprecherin.

Leck in einer Leitung

„Und bei einem Leck in einer Leitung reagiert die Vegetation oftmals mit Verfärbungen. Die sind von oben natürlich viel besser und schneller zu erkennen als vom Boden aus.“ Eine Fluggenehmigung braucht der Pilot nach Angaben der Bezirksregierung Münster generell nicht, aber er muss sich an „Mindestüberfliegungshöhen“ halten: in der Regel 2000 Fuß (etwa 600 Meter) bei Überlandflügen, 1000 Fuß (etwa 300 Meter) in Ausnahmefällen. Das ist im Deutschen Luftverkehrsnetz geregelt und wird von der Deutschen Flugsicherung überwacht.

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