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Ärger über Lärm und Gestank an der Lippestraße

„Der Krach ist echt schlimm“

Dorsten Seitdem der Erdaushub der Baustelle Lippestraße in Dorsten auf einer Fläche im Lippetal bearbeitet wird, sind die Bewohner dort verärgert über Lärm und Gestank.

„Der Krach ist echt schlimm“

Ursula Becker und das Ehepaar Josef und Elisabeth Pollmann (v.l.) leiden unter dem Lärm im Lippetal. Foto: Klein

Dass es ab und an mal lauter wird im Lippetal – daran haben sich die Anwohner Elisabeth und Josef Pollmann gewöhnt: „Wenn die Feuerwehr nebenan zu Einsätzen rausfährt oder hier das Schützenfest gefeiert wird.“ Darauf ist das Ehepaar inzwischen eingestellt, „das geht ja immer schnell vorbei“. Aber der Lärm, der derzeit vor dem Haus herrsche, sei die „reinste Tortur“, sagt der Rentner: „Es ist echt schlimm.“

Erde wird gesiebt

Seit Februar haben die Anlieger mit den Belästigungen zu kämpfen. Seitdem nämlich rund 30 Meter vom Haus entfernt ein Teil des städtischen Parkplatzes als Arbeitsfläche eingezäunt wurde. Grund dafür sind die derzeit laufenden Schachtarbeiten für die Erneuerung der Versorgungsleitungen in der unweit gelegenen Lippestraße. „Auf dem Parkplatz wird dafür der Erdaushub gelagert, gesiebt, die Steine werden von der Erde getrennt“, erklärt Stadtpressesprecherin Lias Bauckhorn auf unsere Anfrage. Die dabei entstehenden Geräusche seien „unausweichlich“: „Unsere Gespräche mit der Baufirma ergaben, dass ein moderner Bagger eingesetzt wird, der die erlaubten Lärmwerte nicht überschreitet.“

„Blutdruck steigt“

Es ist aber nicht unbedingt der Bagger selbst, der laut ist. „Sondern es wird dann unerträglich, wenn er die Steine von oben in den Container fallen lässt oder wenn die Stahlstützen für die Grube geliefert oder abgeholt werden“, sagen die Pollmanns, die seit 40 Jahren in dem Haus leben. „Dazu kommt der Dieselgestank“, sagt Nachbarin Ursula Becker. „Ich kriege einen Rappel, ich leide da sehr drunter“, meint die Rentnerin: „Ich merke richtig, wie mein Blutdruck steigt.“

Auch am Sonntag gearbeitet

Auch Elisabeth Pollmann hat die Erfahrung gemacht, dass der Lärm ihrem Ehemann regelrecht auf die Nerven geht. „Vor allem dann, wenn er sich viermal am Tag im Zimmer gegenüber der Baustelle an sein Dialyse-Gerät anschließt.“ Ihr Mann hat eine Liste geschrieben, mit Tagen, an denen der Lärm am schlimmsten gewesen ist. „Manchmal ist zwei, drei Tage Ruhe“, sagt er. „Dann wieder ist von 7 bis 16 Uhr Krach.“ Es sei sogar passiert, dass an einem Sonntag bis 18.30 Uhr gearbeitet worden ist. „Da soll es einen Wasserrohrbruch auf der Baustelle in der Lippestraße gegeben haben.“

Inzwischen habe die Stadt mit der ausführenden Baufirma Möglichkeiten erörtert, um die Belästigungen „so gering wie möglich zu halten“, betont Lisa Bauckhorn. Zum Zeitplan erklärte sie, dass sich der Erdaushub in der Lippestraße in diesem Jahr noch bis November hinziehen werde. Und im nächsten Jahr folge die zweite Phase, dann werden Essener Straße, Markt und Recklinghäuser Straße ausgeschachtet: „Von Frühjahr bis November 2019.“

„Neuen Standort suchen“

Angesichts dieser drohenden Aussichten fordern die Pollmanns und ihre Nachbarin, dass die Stadt einen Alternativ-Standort suchen soll. „Ich weiß, dass Gemeinwohl vor Eigennutz geht“, sagt Josef Pollmann. „Aber dass das Eigenwohl gar nichts gelten soll, ist auch nicht richtig.“ Die Stadt jedenfalls will untersuchen, ob sie den Anliegern im Lippetal entgegenkommen kann: „Es soll geprüft werden, ob das Lippetal durchgängig genutzt werden muss oder ob wir andere Lager- und Aufbereitungsstellen finden, die nah an der Baustelle liegen“, so Bauckhorn.

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