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Tresor aus Hervester Tierheim gestohlen

Einbrecher richten viel Schaden an

Hervest Unbekannte Täter finden bei einem nächtlichen Einbruch ins Bürogebäude des Tierschutzvereins an der Ellerbruchstraße kaum Bargeld vor. Der angerichtete Schaden ist aber dennoch groß, die Vorsitzendes des Tierschutzvereins fassungslos.

Einbrecher richten viel Schaden an

Die Täter rissen das Eisengitter vor dem Bürofenster aus der Verankerung und drangen anschließend in das Gebäude ein. Foto: Foto: privat

Heike Unkel verhehlt ihren Gefühlszustand nicht. „Ich bin wütend, traurig und vor allem fassungslos“, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Dorsten. „Wie kann man nur bei einem gemeinnützigen Verein einbrechen, der auf jede Spende angewiesen ist?“, fragt sich die Rhaderin. „Wir wissen wirklich nicht, was sich die Täter hier überhaupt an Beute erhofft haben.“

Der Grund für ihren Unmut: Unbekannte hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Büroräume des Tierheims an der Ellerbruchstraße heimgesucht. Sie ließen Wechselgeldkassen mitgehen, „da war aber nicht viel an Barschaften drin“, betont Heike Unkel: „Und die 4,50 Euro aus der Spendendose haben die Einbrecher gar nicht erst mitgenommen, sondern auf den Boden geworfen.“

Aus der Verankerung gerissen

Was den Verein allerdings sehr schmerzt: „Die Täter haben unseren 60 bis 70 Kilo schweren Tresor aus der Verankerung in der Wand gerissen und sind mit ihm verschwunden“, so die Vorsitzende. In diesem waren zwar keine Geldbeträge gelagert, aber wichtige Dokumente und Verträge, die der Verein mit Versicherungen und Versorgungsunternehmen abgeschlossen hat. „Das wird eine Heidenarbeit, das alles wieder aufzuarbeiten.“

Dazu kommt der Sachschaden, den die Unbekannten angerichtet haben. Vereins-Geschäftsführer Noel Hinz war am Sonntag mit der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Marina Hinz vor Ort. Nachdem die Spurensicherung der Kripo den Tatort frei gegeben hatte, sahen die beiden Vorstandsmitglieder das gesamte Ausmaß der Tat. Die Einbrecher hatten das Eisengitter vor dem Bürofenster weggestemmt, die Glasscheibe und das Rollo zerstört, draußen das Mauerwerk demoliert und drinnen Wände und Schränke beschädigt. „Das alles wird uns mindestens 1000 Euro kosten“, sagt Heike Unkel.

Langzeitkosten

Zwar seien die Schäden durch die Versicherung gedeckt. „Aber das wird trotzdem Langzeitkosten für uns haben“, so die Vorsitzende. Denn die Versicherung hatte bereits vor vier Jahren nach dem letzten schweren Einbruch ins Tierheim die Beiträge erhöht. „Das wird wohl diesmal nicht anders sein“, befürchtet die Rhaderin.

Heike Unkel ist nach der miesen Tat immerhin ein Stein vom Herzen gefallen. „Das Wichtigste ist, dass es allen Tieren gut geht.“ Der Tierschutzverein, der noch kürzlich ein schönes Frühlingsfest in seiner Einrichtung feiern konnte, musste das Tierheim zwar am Sonntag wegen der nötigen Aufräum- und Reparaturarbeiten schließen.

Betrieb läuft wieder normal

„Aber jetzt läuft der Betrieb wieder normal“, erklärte die Vorsitzende am Dienstag. „Zuerst waren wir alle ganz schön fertig“, so Heike Unkel. „Aber wir schauen nach vorne, das ist unsere Arbeit.“ Sie hofft, dass die Täter so viel Anstand besitzen, die für sie absolut wertlosen Dokumente aus dem Tresor „uns wieder vor die Tür zu legen“.

Das Tierheim liegt bekanntlich sehr abseits der nächsten Wohngebiete in Hervest. Sicherheitsanlagen wie Bewegungsmelder oder Überwachungs-Kameras könnten da sicher mehr Schutz vor Einbrecher bieten. „Aber die kosten viel Geld, das wir leider nicht dafür übrig haben“, so Heike Unkel.

Wer den Tierschutzverein Dorsten und dessen wichtigen Aufgaben im Tierheim unterstützen möchte, hier die Spendenkonten: Sparkasse Vest, IBAN: DE43 4265 0150 0070 0353 16, BIC: WELADED1REK oder: Volksbank Dorsten IBAN: DE41 4246 1435 0201 4502 01, BIC: GENODEM1KIH

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