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Bürgerstiftung Lembeck

Erträge aus Windkraft fließen ins Dorf

Dorsten Die Dorfgemeinschaft Lembeck will mit Windkraft eine Bürgerstiftung anstoßen. Die Idee ist neu in Dorsten. Mit Erträgen aus geplanten Windkraftanlagen sollen sportliche, kulturelle und soziale Anliegen im Dorf gefördert werden. Das schweißt die 5.000 Lembecker noch enger zusammen..

Erträge aus Windkraft fließen ins Dorf

Joachim Thiehoff moderierte den Porteabend.Engel Foto: Foto: Claudia Engel

Die Lembecker erwärmen sich für eine Lembecker Bürgerstiftung. Erträge von geplanten Windkraftanlagen sollen der Stiftung zufließen und sozialen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten im Dorf zufließen.

Beim jüngsten Porteabend im Keller der ehemaligen Laurentiussschule an der Schulstraße stellte Anne Kreienkamp vor 40 Gästen der Dorfversammlung die Organisationsform einer Bürgerstiftung vor und erläuterte, wie der aktuelle Stand der Dinge ist.

„Die Satzung steht so weit und muss der Bezirksregierung in Münster vorgelegt werden, danach wird sie öffentlich gemacht“, sagte sie. Am 11. April (Mittwoch) um 19 Uhr soll eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Lembecker im Lehrerzimmer der ehemaligen Laurentiusschule an der Schulstraße stattfinden. Teilnehmen können alle Bürger, die die Bürgerstiftung ideell, finanziell oder mit Rat und Tat unterstützen möchten.

Eine Bürgerstiftung kann, wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt werden, mit einem Sockelbetrag von 50.000 Euro ins Leben gerufen werden. „Das ist ein Betrag, der unantastbar ist. Die Erträge aus der Windkraft kommen hinzu und können dann für Aktivitäten im Dorf eingesetzt werden“, sagte Anne Kreienkamp. Die Lembecker hoffen, dass ihre Mitbürger spendenfreudig sind. Denn je mehr sich beteiligen, desto eher wird das Startkapital von 50.000 Euro erreicht.

Bürgermeister Tobias Stockhoff sagte auf Anfrage der Versammlung, dassdie Änderung des Flächennutzungsplanes zum Bau von Windenergieanlagen bis zum Sommer verabschiedet werden soll. Die zurzeit noch strittige und von der Landesregierung beabsichtigte Abstandsregelung, wonach Windkraftanlagen mindestens 1500 Meter Abstand zur Wohnbebauung einhalten sollen, beurteilt Stockhoff kritisch: „Ein Richter hat der Landesregierung zu verstehen gegeben, dass diese Regelung nicht haltbar sei“, sagte er den Lembeckern. Ein Urteil habe es aber noch nicht gegeben, sagte er auch.

uGeld aus der Bürgerstiftung Lembeck kann übrigens erst fließen, wenn die erste Windkraftanlage steht. In Lembeck wird der Bau von Windkraftanlagen begrüßt. Die Planung von Windvorrangzonen in Dorsten läuft seit vier Jahren. Drei von acht Zonen entfallen auf Lembeck.

Windkraftanlagen werfen stattliche Erträge ab, wissen die Lembecker Windbauern. „20.000 Euro jährlich bei möglichen sechs Anlagen in Lembeck könnten die nächsten 20 Jahre in den Topf der Bürgerstiftung Lembeck fließen“, stellte Heinz Thier von der BB Wind (Bäuerlicher Bürgerwind) bei einer früheren Porteversammlung den Lembeckern in Aussicht.

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