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Extraschicht kam bei den Besuchern gut an

Erlebbare Industriekultur

Dass Industrie auch spannend und greifbar sein kann, das wurde im Rahmen der Extraschicht an zwei Standorten in Dorsten bewiesen. Bei der Stiftsquelle musste man sogar Schlange stehen.

Dorsten

von Michelle Hoffmann

, 01.07.2018
Extraschicht kam bei den Besuchern gut an

Kunst und Kultur in außergewöhnlicher Kulisse lockten die Besucher zur Extraschicht. © Foto: Michelle Hoffmann

Dass der Dialog zwischen Industrie und Kultur spannend und greifbar sein kann, das wollten in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Dorsten zwei Locations beweisen.

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Das Creativ-Quartier Fürst Leopold lockte mit Livemusik, einer Ausstellung, einem Escape-Abenteuer, einer Lasershow und noch vielem mehr. Im Freien waren Essensstände aufgebaut und Feuerkünstler und Artisten zeigten ihr Können. Die Stiftsquelle öffnete in der Nacht ihre Türen und zeigte den Besuchern, wie das Wasser in die Flasche kommt (siehe Text rechts).

Barbara in moederner Form

19 Künstler der Künstlervereinigung „Breitengrad e.V.“ befassten sich in ihren Werken mit dem Thema Zeche und stellten sie in der Kaue in Fürst Leopold aus. Organisiert wurde das Ganze von Regina Schumachers. Die Dorstenerin stellte ihr Werk „Barbara“ vor. „Barbara war die Schutzpatronin der Bergleute und steht für alle Frauen. Mit dem Werk wollte ich die moderne Barbara von heute darstellen“, erzählt die Künstlerin. Dafür bearbeitete sie einen großen Sandstein, der weibliche Kurven haben soll. Dieser steht auf einem weißen Untergrund, auf dem Schumachers in roter und schwarzer Schrift mit dem Namen Barbara gespielt hat.

Und auch die anderen Werke sind interessant. Der Künstler Fahar Al-Salih baute aus über 20.000 Spülschwämmen ein Kunstwerk, das den Wandel nach dem Bergbau beschreiben soll.

Etwas entfernt von der ruhigen Ausstellung sorgte die Big Band Dorsten in der Lohnhalle auf der Bühne für gute Stimmung. Ab 22.30 startete in der Kaue dann eine große Lasershow.

„Schall und Rauch“

Auch das Vinylcafe war für Musik- und Kulturbegeisterte geöffnet. Dort spielten Akra Boa und Shori Dotco und „Schall und Rauch“. Ab 23 Uhr fand dann in der Galerie der Traumfänger die Aftershow-Party statt. Während der ganzen Zeit konnte man an Führungen oder einem Live-Escape-Room Abenteuer teilnehmen.

Auf dem für alle zugänglichen Außengelände sorgten zudem Feuerkünstler und Zauberer für Unterhaltung.

Ein paar Kilometer vom Creativ-Quartier entfernt hatten die Besucher der Extraschicht die Gelegenheit, die Stiftsquelle zu besichtigen. Doch dafür mussten viele der Besucher, die sich das nicht entgehen lassen wollten, auch einiges an Geduld mitbringen. In kleinen Gruppen wurden die Besucher über eine Galerie durch die Produktionshalle geführt, wo man sehen konnte, wie das Wasser in die Flasche kommt und die Flasche in die Kiste.

Haarnetz

Bevor man die farbig illuminierte Halle aber betreten durfte, waren aber die hygienischen Standards einzuhalten. Ein Haarnetz war für alle Besucher Pflicht. Andreas Löscher aus Marl war mit seinem Sohn bei der Führung dabei. „Wir wollten uns eigentlich nur mal angucken, wie das in natura so funktioniert, wir kennen das nur aus der Sendung mit der Maus“, sagt er. Löschers Fazit am Ende der eigentlich relativ kurzen Führung: „Das war wirklich spannend und hat sich gelohnt, auch wenn wir dafür 90 Minuten warten mussten.“