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Flüchtiger Lkw-Fahrer ermittelt

DORSTEN / GESCHER Das Leben des Lkw-Fahrers, der am Montag bei einem Unfall auf der A 31 bei Gescher seinen Brandverletzungen erlag, hätte womöglich gerettet werden können. Doch ein Kollege fuhr lieber weiter.

Flüchtiger Lkw-Fahrer ermittelt

Die Fahrerin des Besenwagens der Dorstener Autobahnmeisterei (vorne) wurde schwer verletzt, das Leben des verunglückten Lkw-Fahrers (im Hintergrund) hätte womöglich gerettet werden können.

Es handelt sich, das steht jetzt fest, um einen 28-jährigen Angestellten einer Mannheimer Spedition. Er wird sich wohl wegen unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge verantworten müssen. Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer (Münster): "Möglicherweise könnte der Verunglückte noch leben, wenn das Feuer rechtzeitig gelöscht worden wäre."

Hilfe verweigert

Mehrere Zeugen hatten den Mann nach dem Unfall, bei dem die Fahrerin (34) eines Besenwagens der Autobahnmeisterei Dorsten schwer verletzt wurde, angehalten und ihn aufgefordert, den neben der Autobahn liegenden brennenden Lastzug im vorderen Bereich zu löschen.

Doch der Fahrer des Gefahrguttransporters soll dies nach Zeugenaussagen abgelehnt haben mit der Begründung, er benötige seine Feuerlöscher vielleicht selber noch mal, und fuhr weiter. "Dabei hätte die Haftpflichtversicherung dafür sicherlich gerade gestanden", glaubt der Oberstaatsanwalt.

An Brandverletzungen gestorben

Fest stehe inzwischen, dass der verunglückte Lkw-Fahrer nicht durch den Auffahrunfall ums Leben kam, sondern durch den Brand gestorben ist. Seine Leiche konnte erst nach mehr als zwei Stunden aus dem ausgebrannten Wrack geborgen werden.

Über das Kennzeichen des Transporters konnte die Spedition ermittelt werden, für die der 28-Jährige fährt. Dem Mann droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

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