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Ganz Wulfen kommt ins Rollen

WULFEN "Das wird ein großes Fest für Wulfen", sagt Andreas Wanning. "Und ein Aushängeschild für die ganze Region!" Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für den Umzug anlässlich des 175-jährigen Bestehens des Schützenvereins.

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Zugleiter Andreas Wanning.

Die Braugruppe des Heimatvereins stellt mit ihrem Wagen selbstgebrautes Bier vor.

Der Nachbau der Matthäuskirche.

Die Nachbarschaft Erwiger Höfe mit ihrem Festwagen zum Thema „Hufschmiede und Kleintierzucht“.

Wanning ist als Zugleiter hauptverantwortlich dafür, dass am kommenden Sonntag alles reibungslos ablaufen kann. Er betont die historische Tragweite des großen Jubiläums: "So wie Wulfen sich gewandelt hat, haben sich auch die Umzüge immer wieder gewandelt."

Waren es vor 50 und 25 Jahren vor allem Bauernschaften bzw. Nachbarschaften, die die Umzüge gestalteten, sind es nun in erster Linie Stammtische und Vereine. Sie wollen mit knapp 80 Gruppen vor allem den historischen Teil des Festumzuges zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Vieles deutet darauf hin, dass dies gelingt.

Gemalte Schafe und ein Kunststoffpferd

Die Bauernschaft der Erwiger Höfe etwa tritt mit einem aufwändig gestalteten Festwagen an. "Hufschmiede und Kleintierzucht" ist ihr Motto, auf dem Wagen sind aufgemalte Schafe, Kaninchen und Kanarienvögel zu sehen. Ein echter Hingucker ist auch das etwa zwei Meter große Kunststoffpferd. Heinz-Jürgen Kruse, als "Bürgermeister der Erwiger Höfe" bekannt, erläutert die Vorbereitungen: "Eigentlich sollte der Trecker schon verschrottet werden. Doch dann haben wir uns für den Jubiläumsumzug an die Arbeit gemacht."

Binnen vier Wochen schufen die Frauen der Höfe mit ihren künstlerischen, und die Männer mit ihren handwerklichen Fertigkeiten einen echten Prachtwagen. Zwei Mal in der Woche trafen sie sich, um bei Essen und Trinken auf dem Hof von Heinz Große-Erwig an ihrem Wagen zu werkeln.

St. Matthäus-Kirche nachgebaut

Auch die Hufschmiede Slembek halfen mit. Logisch, dass auch die obligatorische Bierkühlung auf dem Trecker nicht fehlen darf. Zugleiter Andreas Wanning hatte dagegen andere Prioritäten zu setzen: "Wir vom Schützenverein mussten jeden einzelnen Wagen unter die Lupe nehmen. Die Sicherheitsvorschriften müssen eingehalten werden."

In dieser Hinsicht hat der Pfarrgemeinderat St. Matthäus keinerlei Bedenken. In mühsamer Kleinarbeit haben die Mitglieder und deren Familienangehörige auf dem Hof Heidermann an ihrem Festwagen gebastelt. Nun ist der original maßstabsgetreue Nachbau der alten Matthäuskirche, wie sie vor 175 Jahren in Wulfen stand und 1945 während des Zweiten Weltkriegs zerbombt wurde, fast fertig.

Straßen in Blau und Weiß geschmückt

Ein halbes Jahr ist seit der Planung und Realisation vergangen. Nun sind die Bastler allesamt zufrieden mit der aus Holz und Styropor angefertigten Konstruktion: "Wir haben sogar alte Jahrbücher gewälzt und auch die Uhrzeiger der Kirchturmuhr original nachgebaut", sagt Mechthilde Meis vom Pfarrgemeinderat.

Ganz so groß war der Aufwand für die Nachbarschaft Wittenbrink zwar nicht, doch auch sie ist mitten in den Vorbereitungen: "Die meisten aus der Nachbarschaft sind auch im Heimatverein engagiert. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, keinen Festwagen zu stellen, sondern die Straßen erstmalig in Blau und Weiß zu schmücken. Wir sind hier ja praktisch genau in der Einflugschneise zum Festplatz", sagt Johannes Grömping.

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Zugleiter Andreas Wanning.

Die Braugruppe des Heimatvereins stellt mit ihrem Wagen selbstgebrautes Bier vor.

Der Nachbau der Matthäuskirche.

Die Nachbarschaft Erwiger Höfe mit ihrem Festwagen zum Thema „Hufschmiede und Kleintierzucht“.

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